Bewilligungsbescheid, dann Baubeginn - SCE startet in Jubiläumsjahr
Soccerfeld: Bald soll's losgehen

Eine Erinnerung an Halle gab's für den jungen Speerwerfer Paul Pöllmann (Mitte): Spartenleiterin Hannelore Ott (links) überreichte ihm im Beisein von SCE-Vorsitzendem Matthias Haberberger ein Trikot der deutschen Meisterschaft 2018. Bild: rn

Der Sportclub Eschenbach ist mit mehr als 500 aktiven Mitgliedern, davon circa 300 Jugendliche, in 7 Sparten tätig. "Solche grandiosen Erlebnisse sind der Grund dafür, warum wir Sport treiben", erklärt Vorsitzen-der Matthias Haberberger mit Blick auf die Erfolge deutscher Sportler bei den Olympischen Spielen in Südkorea.

Zum Ende der Wettbewerbe in Pyeongchang wartete auch der SCE mit positiven Nachrichten auf. Die Berichte des Vorstands und der Sparten in der Jahreshauptversammlung zeugten von einem solide geführten Sportunternehmen - und von Erfolgen, die bis auf Bundesebene reichten. Als ein Novum im Verein nannte Haberberger regelmäßige Vorstandsstammtische: "Jeden ersten Freitag im Monat trifft sich der Vorstand mit interessierten Mitgliedern, Funktionären oder Abteilungsleitern, um unbürokratisch laufende Probleme zu lösen. Jeder Interessierte kann teilnehmen."

Die zahlreich erschienenen Mitglieder erfuhren von einer "soliden Finanzpolitik", die trotz konstanter Darlehensraten und Steuerzahlungen Renovierungen und einen Sportbetrieb unter perfekten Bedingungen garantierte. Der Vorsitzende berichtete unter anderem von Maßnahmen in der Festhalle mit Generalsanierung der Küche und Verlegen einer neuen Wasserleitung. Dank sagte er Werner Hahn, "der zu Selbstkosten dies möglich machte".

Haberberger kommentierte die Beteiligung am "Winterdorf" der Stadt und dankte den zahlreichen Spendern für das Soccerfeld. Die Ausschreibung der Gewerke dafür kündigte er nach Vorliegen des angekündigten vorläufigen Bewilligungsbescheides an. "Unser Ziel ist es, bei geeigneter Witterung mit dem Bau im April 2018 zu beginnen", erklärte er. Der Stadt sagte er Dank für ein "stets offenes Ohr für die Belange des SCE", die Sportlerehrungen, die Überlassung der Schulturnhalle und den Beitrag zu Jugendförderung. Für die Überlassung von Freisportanlage und Mehrzweckhalle für die Leichtathleten dankte er Landrat Andreas Meier. Große Verdienste um den SCE bescheinigte er zudem dem Förderverein um Reinhard Gebhardt.

Die Nutzung der Multifunktionshalle durch Faschingsgesellschaft und Volkshochschule und der Festhalle durch Jugendforum, "Pilots", Obst- und Gartenbauverein, Bundeswehr und Halloween-Party war für den Vorsitzenden ein Beweis dafür, dass der SCE "immer ein offenes Ohr für andere Vereine oder Institutionen hat".

"Nur mit engagierten Menschen kann man einen Verein am Leben erhalten", resümierte Haberberger und nannte im Besonderen Werner Hubmann, Richard Schäffler, Richard Theobald, Roland Püschl, Martin Neukam und Max Lohner, Betreuer und Trainer sowie alle Mitarbeiter im Vorstand. Sein "spezieller Dank" galt der Familie Mikolei: Thomas, dem Verantwortlichen für Festveranstaltungen, und dessen Vater Hans, seit Jahrzehnten die gute Seele des Sportgeländes.

Für das Jubiläumsjahr 2018 kündigte er an: einen Kommersabend "95 Jahre SCE" mit Ehrungen im Herbst, ein Tischtennisturnier für jedermann im April, die Armin-Eck-Fußballschule und ein Bubbleball-Turnier im Juni sowie ein Oktoberfest mit der Stadtkapelle. Als Ziele nannte er: Mitgliederzahl konstant halten, Umstellung der Heizung, Reparatur der Brauchwasser- und Heizungsleitungen im alten Sportheimgebäude, Außensanierung der Fußballkabinen und Fertigstellung der Soccerarena.

Meisterschaftstrikot für Paul PöllmannWeitere Frohbotschaften kamen aus zwei Sparten. Dieter Sporr berichtete vom Endspiel der Tischtennisherren um den Bezirkspokal, bei dem diese die Mannschaft von Sinzing schlugen. Von Beifall begleitet war seine Meldung: "Der SC Eschenbach vertritt die Oberpfalz im Wettbewerb um den Bayern-Pokal."

Nicht minder lautstarke Resonanz fanden Nachrichten von den Leichtathleten. "Unser Paul Pöllmann hat bei den bayerischen Meisterschaften der U 18 in München mit einer oberpfälzischen Rekordweite von 62,05 Meter im Speerwurf den Titel errungen. Zum Vergleich: Unser deutscher Olympiasieger des Jahres 2016, Thomas Röhler, hatte mit 18 Jahren eine Bestmarke von nur 61,26 Meter. Wer weiß, was da noch alles passieren kann", erklärte Vorsitzender Matthias Haberberger.

Das war das Stichwort für Spartenleiterin Hannelore Ott. Sie trat zusammen mit Paul Pöllmann vor und berichtete von den Ereignissen bei den deutschen Winterwurfmeisterschaften in Halle. Dort hatte sich der Eschenbacher beim Einwerfen eine schmerzhafte Verletzung zu-, aber sich nicht aus dem Wettbewerb zurückgezogen. Mit 60,30 Meter belegte er noch den vierten Platz.

Die Veranstalter hatten sogar Rücksicht auf den SCEler genommen und mit der Fortführung des Wettbewerbs erst begonnen, als Pöllmann gründlich getapt war. Nach ihrem Bericht "verpasste" Ott dem sichtlich überraschten Athleten das Trikot der Meisterschaft. (rn)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.