Judo-Training beginnt am Mittwoch
"Sanfter Weg" in Eschenbach

Nach dem Training von Fallübungen sind solche Würfe mit keinen Risiken verbunden. Bild: rn

"Spiel und Kampf auf der Matte" startet in die neue Saison. Heute, Mittwoch, beginnt wieder das Judo-Training in der Turnhalle der Markus-Gottwalt-Schule. Interessenten sind zum Schnuppern und Mitmachen eingeladen. Bei den Eschenbacher Judoka können sie die japanische Kampfsportart näher kennenlernen.

Judo heißt übersetzt "der sanfte Weg". Nach einer zeremoniellen Begrüßung gehen die weißen Männer und Frauen auf ausgelegten roten und grünen Matten dann auch schon zur Sache. Spiele, bei denen die Kleinen aber auch die Großen viel zu lachen haben, dienen dem Aufwärmen. Das regelmäßige Training fördert Geschicklichkeit, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Gleichgewicht. Oft stehen turnerische Übungen wie Purzelbäume und Radschlagen oder Zirkeltraining auf dem Programm.

Fallschule ist ein wichtiger Teil des Trainings. Rollen vorwärts und Fallübungen zur Seite und nach hinten sollen verhindern, dass sich die Judoka bei Würfen verletzen. Mit Partnern üben die jungen Kämpfer ihre ersten Wurftechniken im Stand und auch Festhalter am Boden. Für die Fortgeschrittenen zählen zudem Hebel- und Würgetechniken zu den Ausbildungsinhalten. In Übungskämpfen wird das Erlernte dann spielerisch erprobt.

Nach den erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten ergibt den Judo-Interessenten die Übersetzung "Der sanfte Weg" dann auch einen Sinn: Die Techniken werden mehr mit Geschicklichkeit als mit Kraftaufwand ausgeführt. Dabei gilt es, die Bewegungen des Gegners effektiv zu nutzen. Zudem wird immer darauf geachtet, seinen Partner beim Kämpfen nicht zu verletzen. Zum festen Ritus bei Partnerwechsel und Übungskämpfen gehört das Verbeugen voreinander. Im Judosport wird neben körperlichem Training Wert auf Höflichkeit, Selbstbeherrschung und gegenseitige Wertschätzung gelegt. Die Kämpfer stärken ihr Selbstbewusstsein und schließen beim gemeinsamen Spielen und Trainieren neue Freundschaften.

Ziel des Trainings unter Leitung von Sandra und Larry Querfurth und Susanne Schubert sind auch die jährlichen Gürtelprüfungen. Vergangenen November erreichten 13 junge Judoka neue Gürtel von weiß-gelb bis weiß-orange. Ein Athlet nahm an der Zentralen Braungurtprüfung teil und trägt nun den höchsten Schülergrad.

Erfolgreich sind die SCE-Judoka bei Turnieren, die oberpfalzweit mehrmals jährlich ausgetragen werden. 16 SCEler gingen in vier Altersgruppen an den Start, sammelten neue Erfahrungen und errangen 21 Medaillen. Darunter waren zwei Titel "Oberpfalzmeister" und ein dritter Platz bei der nordbayerischen Meisterschaft. Zu den Grundlagen dieser Erfolge zählen auch die Teilnahmen an Lehrgängen.

Die Trainer sind stolz auf ihre Schützlinge und freuen sich auf eine Fortsetzung des Trainings. Auch ehemalige Judoka können ihr Wissen auffrischen. Das Training ist während der Schulzeit stets mittwochs. Die Anfänger trainieren von 17 bis 18 Uhr, die Fortgeschrittenen von 18 bis 19.15 Uhr. Interessenten sollten langärmlige Sportkleidung und ein Getränk mitbringen. Das Mindestalter liegt bei fünf Jahren, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Weitere Informationen erteilen Sandra und Larry Querfurth unter Telefon 1207 oder über E-Mail squerfurth@t-online.de.

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Weitere Informationen:

www.eschenbachjudo.de
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