16.03.2018 - 20:10 Uhr

140 Jahre Krieger- und Soldatenkameradschaft Friedensmahner feiern Jubiläum

Von einem "kleinen Jubiläum" spricht Bürgermeister Peter Lehr in der Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK). Die Aussetzung der Wehrpflicht nennt er einen "Einschnitt in die Gesellschaft".

Vinzenz Dachauer (von links) und Manfred Dörner senior sowie Dieter Kies (von rechts) und Richard Hofmann gratulierten im Beisein von Klaus Lehl (Vierter von links) und Peter Lehr (Vierter von rechts) Helmut Eckert, Manfred Dörner junior und Ludwig Schneider (Dritter, Fünfter und Siebter von links) zu ihren Erfolgen. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Rückschau auf ein geselliges Vereinsjahr hielt die KSK im Gasthof "Weißes Roß". Sie gedachte ihrer verstorbenen Mitglieder Johann Gradl, Hans Konheiser, Bruno Paulus und Martin Schusser. Zweiter Vorsitzender Manfred Dörner sen. ließ ein Jahr Revue passieren, das von Kameradschaftspflege geprägt war. Dazu zählte neben der musikalischen Begleitung der Beisetzung von Mitgliedern das gemeinsame Feiern von sieben runden Geburtstagen sowie die Teilnahme an örtlichen Festlichkeiten. Dörner bedauerte den Abriss des alten Feuerwehrhauses, das dem Verein im Juni letztmals als Veranstaltungsstätte des traditionellen Backofenfestes gedient hatte. Zum Ablauf des späteren Helferfestes resümierte er: "Wir genossen eine gesellige, stimmungsvolle Zoiglrunde."

"Einen festen Platz im Jahresgeschehen genießt der Besuch des Sommerfestes der Soldatenkameradschaft Michelfeld ebenso wie die beliebte Weihnachtsfeier im ,Weißen Roß'", versicherte der zweite Vorsitzende. Neben Vorstandssitzungen und der Beteiligung am Volkstrauertag befasste er sich mit dem Pokalschießen beim Schützenverein Kastl. In seinen Dank an engagierte Mitarbeiter, Gönner und Spender schloss er auch Familie Thurn ein, die über Jahrzehnte in Haus und Garten Gastgeber für die Helferfeste war. Kassier Udo Müller betonte die Verwendung der Geldmittel des Vereins und dankte der Reservistenkameradschaft für die Mitarbeit beim Backofenfest.

Unter Hinweis auf das Gründungsjahr 1878 der KSK sprach Bürgermeister Peter Lehr von einem "kleinen Jubiläum", das zugleich von einer langen und von Kriegen begleiteten Tradition der Kameradschaft zeugt. Der Bürgermeister widmete sich Schwerpunkten der Traditionspflege. Er dankte für die Beiträge der KSK am Lokalgeschehen und nutzte den aktuellen Begriff "GroKo" für die Gemeinsamkeiten mit der Reservistenkameradschaft. Als "schwere Aufgabe" und Zeichen der Wertschätzung übernahm dritter Bürgermeister Klaus Lehl die Aufgabe einer Spendenzuwendung.

Mit Begriffen wie Traditionspflege, gemeinsames Erleben, Liebe zur Heimat und ehrliches Bekenntnis zur Gesellschaft wandte sich Dieter Kies an die Kameradschaft. Der Pflege soldatischer Tugenden maß der Stadtverbandsvorsitzende "auch heute noch" besondere Bedeutung bei, sah in Soldatenkameradschaften Friedensmahner und übergab in diesem Sinne ein "Friedenkuvert". Nach Anmerkungen zu Programm und Berichten der Rußweiher-KSK lud Hofmann zum Kreisvergleichsschießen vom 12. bis 14. April, zur Landesdelegiertenversammlung und zum Ausflug des Kreisverbandes am 20./21. Oktober nach Oberbayern ein.

Für das Backofenfest reservierte der Vorsitzende den 24. Juni, ließ jedoch die Örtlichkeit noch offen. Eine kurze Aussprache über den Verbleib der sanierten Traditionsfahne der KSK beendete Lehr mit der Ankündigung, sich für einen Dauerplatz im Taubnschuster-Museum zu bemühen. Seine "genussvollen" Abschlussworte verband Ehrenmitglied Vinzenz Dachauer mit Erinnerungen an das kürzliche "Kriegsgespräch" mit Offizieren und Unteroffizieren der US-Partnereinheit der Stadt, einem Blumengruß an Gastgeberin Liane Burger und einen Dank an Böllerschützten Helmut Eckert, "der die Leit am Friedhof so daschreckt".

Siegerehrung

Mit Kreisvorsitzendem Richard Hofmann und Stadtverbandsvorsitzendem Dieter Kies nahmen die Vorsitzenden Manfred Dörner junior und senior die Siegerehrung des Pokalschießens vor.

Den Wanderpokal gewann unangefochten Vorsitzender Manfred Dörner junior. Er sicherte sich auch den Königspokal. Manfred Dörner senior wurde 1. Ritter und Helmut Lenuweit 2. Ritter. Beim Königsschießen in der Altersklasse ab 60 Jahren holte sich Ludwig Schneider den Titel. Es folgten Helmut Eckert als 1. Ritter und Fritz Betzl als 2. Ritter. Der Juniorenpokal ging an Adriane Dörner.

Im Wettbewerb "Vereinsmeisterschaft" ab 60 Jahren siegte Helmut Eckert vor Ludwig Schneider und Fritz Betzl. In der Altersklasse "ab 18" war Manfred Dörner junior der Sieg vor Manfred Dörner senior und Martin German nicht zu nehmen. (rn)

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