Als Entwicklungshelfer bei den Zubza: Vortrag bei Sudetendeutscher Landsmannschaft
Ein Kindergarten ohne Spielsachen

Die Farbenpracht der Stammeskleidung der Naga dokumentierte Entwicklungshelfer Hans Rupprecht in seinem Erlebnisbericht bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft unter anderem anhand von Mitbringseln wie dem traditionellen "Winterschal". Bild: rn

(rn) Das Nagaland wird von 16 Stämmen bewohnt, 14 verschiedene Sprachen werden dort sprechen. Nur die jüngere Generation hat englische Sprachkenntnisse. Über dies und vieles mehr informierte Entwicklungshelfer Hans Rupprecht bei der Neujahrfeier der Sudetendeutschen Landsmannschaft im "Weißen Roß".

Rupprecht zog die Mitglieder mit seiner Bilderreise nach Zubza, eine Region im äußersten Nordosten des indischen Subkontinents, in seinen Bann. Mit Hilfe vieler Bilder entführte der "deutsche Hans", wie der Entwicklungshelfer bei den Naga genannt wird, die Zuschauer in ein Dschungelgebiet, in dem, wo es möglich ist, in kleinen und kleinsten Parzellen Reis als Hauptnahrungsmittel angebaut wird. Die Wasserstelle wird mit einer einfachen Handpumpe betrieben. In der Schule, einem Projekt des Marktes Weisendorf bei Erlangen, wird durch einen Filter das Trinkwasser gereinigt. Die Kinder haben seitdem keine Magen-Darm-Beschwerden mehr.

Rupprecht informierte zudem über den Tagesablauf der Schüler im Internat der Don-Bosco-Salesianer. Dazu gehören neben Unterricht und Lernen auch Arbeiten, Wäschewaschen und nur eine Stunde Spiel. Kleine Bambushäuser, zum Teil mit Lehm verschmiert, sind die typischen Gebäude in der Region. Sie verfügen über eine Küche mit offenem Feuer und einen zweiten Raum mit einem großen Bett für die gesamte Familie. Plastik- oder Bambusverschläge dienen als Toilette.

Rupprecht war seine Begeisterung für seine Tätigkeit als Entwicklungshelfer anzumerken. Er schwärmte von dem "Erlebnis Gastfreundschaft" und fesselte mit seinen lebendigen Erlebnisberichten, etwa von einem Kindergarten ohne Spielsachen und einer Primiz mit mehr als 670 Priestern. Außerdem informierte er über die Entstehung des von ihm initiierten "Children's Park Eschenbach". Abschließend bedankte er sich für die vielen Messstipendien, die er an die Salesianerpatres in Zubza weiterleitet.
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