18.03.2018 - 20:00 Uhr

Brief von deutschen Postamt nach Darmstadt Thema der Briefmarkenfreunde Reise nach Konstantinopel

Die Champions-League-Begegnung des FC Bayern München beim türkischen Fußballclub Beskitas Istanbul nahmen die Briefmarkenfreunde zum Anlass für eine philatelistische Reise an den Bosporus. Briefe aus der türkischen Metropole zwischen Schwarzem Meer und der Ägäis aus der Zeit um 1900 machten ein Stück deutsch-türkischer Postgeschichte lebendig. Damals galt auch noch der Name Konstantinopel, seit 330 benannt nach Kaiser Konstantin den Großen.

Die Briefmarkenfreunde beschäftigten sich mit einem Brief, der vor über 100 Jahren beim deutschen Postamt im heutigen Istanbul aufgegeben wurde. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Der mit dem Stempel "Deutsche Post Constantinopel" versehene Brief nach Darmstadt dokumentiert ein Stück Zeitgeschichte vor dem 1. Weltkrieg, als die Deutsche Post noch Auslandspostämter unterhielt. Die in Konstantinopel am 1. März 1870 eingerichtete Postanstalt war die erste im Ausland. Für den Postbetrieb wurden zunächst die Briefmarken des Norddeutschen Bundes verwendet. Die als "Norddeutsche Postagentur" eröffnete Anstalt wurde am 6. Mai 1871, nach der Reichsgründung, in ein Deutsches Reichs-Postamt umgewandelt und galt als das Postamt Pera (im so genannten Europäerviertel), während ein zweites Postamt im damaligen Stadtteil Stambul (im sogenannten Türkenviertel) öffnete.

Weitere deutsche Postanstalten im damaligen türkischen Herrschaftsgebiet gab es ab 1898 in Jaffa, Smyrna, Beirut und Jerusalem. Die Schließung sämtlicher deutscher Postanstalten in der Türkei erfolgte am 30. September 1914, als die Türkei auf ihrem Territorium keine fremden Postämter mehr duldete.

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