BRK-Bereitschaft mit großem Aktionsradius - 180 Einträge in der Leistungsilanz 2016
Von Warnemünde bis Simbach

Die Bereitschaftsleiter Marina Müller und Siegfried Luber (von rechts) sowie (hinten, von links) Dieter Kies, Klaus Lehl, Sandro Gallitzdörfer und Thomas Bach (beide Kreisverband) würdigten das langjährige Engagement von (vorne, von rechts) Irmgard Luber, Martina Wiesent, Sabine Krumm, Ben Dötsch, Nadine Banasch sowie Pascal und Vanessa Heldmann.

Jeden zweiten Tag waren Angehörige der Rot-Kreuz-Bereitschaft und ihr Nachwuchs im zu Ende gehenden Jahr im Einsatz oder auf andere Weise für das BRK tätig: 180 Einträge umfasst die Leistungsbilanz. Der Aktionsradius reichte dabei von Warnemünde über Berlin bis Simbach, wo es die Flutkatastrophe zu bewältigen galt.

Im festlich geschmückten BRK-Heim hielt die Rot-Kreuz-Familie Rückschau auf ein bewegtes Jahr des Dienstes für die Mitmenschen. Bereitschaftsleiterin Marina Müller rief die wichtigsten Ereignisse in Erinnerung.

Sie berichtete von monatlich zwei Ausbildungsabenden. Ergänzend dazu trifft sich die Jugend zu wöchentlichen Gruppen-, Spiel- oder Bastelnachmittagen. Einen hohen Stellenwert genießt beim BRK die Breitenausbildung. "Wir hielten 18 Erste-Hilfe-Kurse, 6 Kurse Erste-Hilfe-Training und unter dem Motto 'Es ist keiner zu klein, um ein Ersthelfer zu sein' einen 'Trau-Dich-Kurs' im Kindergarten." 313 Teilnehmer seien dabei ausgebildet worden, informierte Müller. Zudem wies sie auf den Sanitätsdienst bei Faschingszug, Triathlon, Erstkommunion, Bürgerfest, Lauf der Schulen und weiteren Festlichkeiten hin.

Leider mäßige Resonanz

Viermal rückte die Einsatzgruppe aus. Die Bereitschaftsleiterin beschrieb die Situationen beim Schuppenbrand in Grafenwöhr, beim Chemie-Unfall der Firma Rogers in Eschenbach, beim Bootsunfall im Stausee bei Kainsmühle und beim Hochwasser in Simbach. Als Höhepunkt im Jahresgeschehen wertete sie den Erste-Hilfe-Tag mit Vorträgen und Ausstellung im und vor dem Vereinsheim. Allerdings sei die Resonanz bei der Bevölkerung mäßig gewesen, bedauerte Müller. Dank sagte sie den 379 Blutspendern, die die Bereitschaft bei den vier Spendeterminen betreute.

Über alle weiteren Details informierte ihr Stellvertreter Siegfried Luber. Bei seinem Bilder-Rückblick ging er ein auf das Thema "Selbstverteidigung im Rettungsdienst", das "Elefantentreffen" Herrieden, den Bezirkswettbewerb der Jugend und die Erste-Hilfe-Ausbildung an der Wirtschaftsschule, die Strategiewerkstatt in Berlin und die Katastrophenschutzakademie, örtliche Einsätze und Sozialdienstleistungen.

Sichtlich erstaunt war dritter Bürgermeister Klaus Lehl angesichts der Bandbreite und Vielzahl der BRK-Aktivitäten. "Ihr seid in alle öffentlichen Veranstaltungen eingebunden", resümierte er und bescheinigte der Bereitschaft einen "Top-Einsatz beim Chemie-Unfall". Besonders schätzte er den Einsatz im Jugendbereich und rief mit dem obligatorischen Griff in die Tasche dazu auf: "Macht weiter so!" Dieter Kies, der Vorsitzende des Stadtverbands, folgte seinem Beispiel. Nach seinem Grußwort zitierte er dazu Wilhelm Busch: "Lieber ein Onkel, der etwas mitbringt, als eine Tante, die Orgel spielt."

Jugendarbeit "wunderbar"

Am Beispiel Simbach stellte Sandro Gallitzdörfer die Bedeutung des Ehrenamts heraus. Der stellvertretende Kreisbereitschaftsführer informierte über Änderungen auf digitaler Ebene, ging auf die Leistungen des BRK beim Bayern-Drei-Fest in Moosbach ein und bezeichnete die Jugendarbeit in Eschenbach als "wunderbar".

Dieses Wort fand auch bei der Ehrung langjähriger Mitglieder Verwendung. Seit fünf Jahren gehören Pascal und Vanessa Heldmann, Nadine Banasch und Ben Dötsch der Jugendgruppe an. Seit zehn Jahren leistet Sabine Krumm aktiven Dienst. Für 25 Dienstjahre steckte Thomas Rauch, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter, Martina Wiesent die silberne Ehrennadel und für 50 Dienstjahre Irmgard Luber die große BRK-Ehrennadel an. Marina Müller appellierte an die Geehrten, die Urkunden als Herausforderung für weiteres Engagement zu betrachten.
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