12.03.2018 - 16:10 Uhr

Bürgermeister Peter Lehr spricht in Bürgerversammlung über Maßnahmen für 4,3 Millionen Euro Eschenbach packt an

Mit 4,3 Millionen Euro stellt die Stadt im laufenden Jahr die Weichen für die weitere kommunale Entwicklung. Die Bürgerversammlung nutzt Bürgermeister Peter Lehr dazu, seinen Zuhörern einen Überblick über die "geplanten größeren Vorhaben" zu vermitteln.

Die Bürgerversammlung machte den Zuhörern sichtlich Spaß, zumal es in einer Pause ein Preisrätsel zu lösen gab. Uta Nürnberger verkündete die Namen von 49 Gewinnern von Tassen, Sekt, Eisgutscheinen und Pflegecremes der Imker. So freute sich nicht nur Pfarrer Paul Ezwana (links) über einen Schirm mit der Aufschrift "Mein Herz schlägt für Eschenbach". Bild: rn
von Walther HermannProfil

"Nach der Fertigstellung der Oberen Zinkenbaumstraße haben wir vor dem Ausbau der Jahnstraße eine Pause von einem Jahr eingelegt, um wieder etwas Ruhe in den Straßenverkehr, aber auch in die Baubelastung der Anlieger einkehren zu lassen", erklärte Bürgermeister Peter Lehr den Anliegern der beiden Straßen in der Bürgerversammlung das Vorgehen. Er nahm Stellung zum Zustand der Jahnstraße, berichtete von Anliegergesprächen und hielt einen Neubau dieser wichtigen Verkehrsachse zu den Schulen für unumgänglich.

Der Bürgermeister kündigte dabei die gleichen Ausbaumaßstäbe wie bei der Oberen Zinkenbaumstraße an: Erneuerung von Wasser- und Kanalleitungen sowie Gehwegen, Einbau von Erdgas, Glasfasertechnik und LED-Beleuchtung. Über die Obere Zinkenbaumstraße soll während der Ausbauphase - sie erfolgt bis Ende 2018 in drei Abschnitten - der gesamte Verkehr abgewickelt werden. Dazu sind mit den Busunternehmen bereits Absprachen getroffen worden.

21 Bauplätze mehr

"Die Planungen für das Baugebiet ,Esperngasse Ost' werden bis Ende März abgeschlossen", versicherte Lehr. Er sprach von "neu eingetretenen Fakten, die die ursprüngliche Planung von rund zehn Bauplätzen auf 31 Bauparzellen erweitern ließ und verkündete: "Wir stecken mitten in der Tiefbauplanung." Lehr räumte in der Versammlung auch ein, dass der Bereich des Ortsteils Stirnberg über viele Jahrzehnte ein Stiefkind der Kommunalpolitik gewesen sei. Dies solle sich in den nächsten Jahren grundlegend ändern. "Wir haben mit der Auftragserteilung an ein Architekturbüro und der fördertechnischen Grundsteinlegung die Voraussetzungen für eine städtebauliche Aufwertung geschaffen", erklärte er seinen Zuhörern. Zusätzlich kündigte er Anliegerversammlungen an, bei denen Anregungen und Ideen gesammelt werden.

Mit Blick auf das in den vergangenen Jahren umgesetzte Bestreben zur Energieeinsparung mit Erdwärmeheizung im Feuerwehrhaus und Hackschnitzelheizung im Bauhof informierte der Bürgermeister über weitere klimaschutzpolitische Maßnahmen. Sie sollen die helfen, den Energieverbrauch und den damit verbundenen Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Er bescheinigte Elektroingenieur Elmar Pöpperl zum Sichern eines Umweltförderbetrags von 48 000 Euro hervorragende Vorarbeit und kündigte die Umrüstung des Altbaus der Markus-Gottwalt-Schule auf LED-Technik an. Die Investitionskosten von 122 000 Euro, mit der die Absenkung der erforderlichen Stromleistung von derzeit 32 000 auf nur noch 8000 Watt erreicht wird, sollen sich in fünf Jahren amortisiert haben.

Waldfriedhof ab 2019

"Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Abschnitts der Breitbanderschließung werden die noch verfügbaren Fördermittel dazu genutzt, die Ortsteile und das Siedlungsgebiet Sommerleite mit schnellem Internet bis ins Haus zu versorgen." Diese Zusicherung verband Lehr mit einem Übersichtsplan zu den betroffenen Flächen und sprach von voraussichtlichen Investitionskosten von rund 535 000 Euro, denen Fördermittel von rund 385 000 Euro gegenüberstehen.

Mit Schaubildern wandte er sich dem möglichen Aussehen des künftigen Waldfriedhofs zu, für den der Stadtrat mit der Absegnung eines Bauplans bereits seine Zustimmung erteilt hat. Er könnte nach Erlass der erforderlichen Satzungen im Jahr 2019 seiner Bestimmung übergeben werden. Mit der Sanierung des Landratsamtsgebäudes kündigte der Bürgermeister eine Aufwertung der Innenstadt an. Für ihn bedeutete die langersehnte Generalsanierung zugleich ein völlig neues Erscheinungsbild für Nutzer und Besucher. Lehr berichtete von intensiven Gesprächen mit der Regierung der Oberpfalz, bei denen die Stadt Eschenbach "aber finanziell mit ins Boot genommen wurde".

In dem Abbruch des alten Feuerwehrhauses und dem Bau des neuen Pfarrheims sah Lehr zugleich den Einstieg in eine weitere positive städtebauliche Entwicklung. Den Umbau des alten Pfarrheims mit 15 Wohnungen wertete er als "Möglichkeit eines Zuzugs in den Altstadtbereich". Bewegung wird auch in ein Nutzungskonzept für das ehemalige Vermessungsamt kommen. Wegen des bisher nicht geklärten Schicksals des Landratsamts war "die angedachte Entwicklung eines Nutzungskonzepts zunächst auf Eis gelegt" worden. Das laufende Jahr soll nun dafür dienen, eine zweckmäßige Nutzung für die Räume zu erarbeiten. Als erste Maßnahme an dem möglichen Mehrgenerationenhaus kündigte Lehr den Einbau einer neuen Heizung und neuer Fenster an. Nach Hinweisen über zu erwartende Fördermittel von 60 Prozent dankte er allen kommunalen Mitarbeitern für die alltäglichen Arbeiten zum Wohle der Bürger und der Stadtkapelle für die Mitgestaltung der Bürgerversammlung.

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