Eschenbach im Dreierpack bei Nationalturntagen in der Schweiz
Oberpfälzer bei Eidgenossen

Beim Festzug präsentieren die Gemeinderäte der drei Orte namens Eschenbach stolz ihre Fahnen. Bilder: rn (2)
 
Grußwort Peter Lehr

im Dreierpack - bei den Nationalturntagen in der Schweiz kommen die drei Orte mit dem gleichen Namen zusammen. Die Oberpfälzer pflegen seit 28 Jahren die Städtepartnerschaft zu den Eidgenossen.

Ein Feuerwerk Schweizer Sporttradition, Kultur und Lebensfreude erlebte und genoss eine Delegation von Stadträten und Vereinsvertretern im Kanton Luzern. Anlass waren die 21. Eidgenössischen Nationalturntage in der Partnergemeinde Eschenbach.

Die Austragung dieser typisch Schweizer Sportart wird nur alle sechs Jahre vergeben. Als eines der Zentren der Disziplinen des Nationalturnens betrachtete es das "Klosterdorf im Luzerner Seetal" als große Ehre, diese bundesweiten Sporttage durchführen zu dürfen. Zu den Disziplinen gehören Lauf, Hochweitsprung, Steinstemmen, Bodenturnen, Ringen, Schwingen und Steinstoßen.

Das begeisternde Geschehen eröffnete ein farbenprächtiger Festzug, angeführt von der Feldmusik. Es folgten die Fahnendelegationen der örtlichen Vereine und von Sportverbänden aus sieben Kantonen. Einem großen Brauereigespann schlossen sich die Trachtengruppe, die Gemeinderäte der drei Orte namens Eschenbach aus Luzern, Sankt Gallen und der Oberpfalz mit ihren Bürgermeistern und große Gruppen des ESV (Eschenbacher Sportverein) an. In dieser Gruppe fiel die Fahne des SC Eschenbach besonders auf.

Das Eröffnungsgeschehen im Schulgelände war an Farbenpracht nicht zu übertreffen. Gemeindepräsident Guido Portmann nannte es daher "fantastisch, was man hier sieht" und war begeistert von diesem "würdigen und festlichen Zug". Beim Blick in die große Runde sprach er gar von einer "geballten Ladung Eschenbach, wie man sie noch nie gesehen hat". Er stellte die zahlreichen Sparten des ESV vor, der mit Steve Anderhub den Sieger der Nationalturntage 1999 stellt. Als bedauerlich wertete er es, dass solche Umzüge mit Uniformen, Trachten und Musik "leider nicht mehr üblich sind".

"Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden." Dieses Zitat des Schweizer Nobelpreisträgers Carl Spitteler zog sich wie ein roter Faden durch die Grußworte von Bürgermeister Peter Lehr. Er bedankte sich bei den Schweizer Freunden für die Gastfreundschaft, "die immer sehr herzlich und freundschaftlich ist und spürbar von Herzen kommt". Der Bürgermeister blickte zurück auf nahezu 28 Jahre gepflegte Städtepartnerschaft, in denen die Schweiz kennen- und lieben gelernt wurde.

Er warf insbesondere einen Blick auf die Begegnungen der Jahre 2010 und 2012 mit den damit verbundenen Erlebnissen technischer, kultureller, historischer, schießsportlicher und landschaftlicher Natur. Lehr erinnerte an die Aussage von Kirchenratspräsidentin Monika Kronenberg, die 2012 bei der Übergabe der Freundschaftskerze in der Pfarrkirche St. Jakob versichert hatte: "Die Flamme der Kerze soll uns als Erinnerung und als stetes Feuer der Freundschaft dienen." Überzeugt zeigte er sich, dass diese Flamme der Freundschaft an diesem Wochenende wieder lodern werde.

"Wenn es gilt in die Hose zu steigen, sind wir allzeit bereit", versicherte sein Amtskollege aus dem Kanton Sankt Gallen. Sepp Blächinger stellte seine aufstrebende Gemeinde unweit des Zürichsees vor, blickte zurück auf seine eigene Zeit in der Jugendriege der Nationalturner und überreichte "edle Tropfen" an Lehr und Portmann.

"Dieser Sport hat mein Leben geprägt", bekundete Steve Anderhub. Der Vizepräsident des örtlichen Organisationskomitees (OK) nannte es einen Traum, "einmal die eidgenössischen Turner hier zu haben". Als Mitverantwortlicher zeigte er sich überzeugt, dass sich die Mühen gelohnt haben und verteilte Rosen an maßgebliche örtliche Stützen und Verantwortliche der Nationalturntage. OK-Präsident Kurt Zemp blickte zurück auf über vier Jahre Vorbereitung, hieß Standesräte mehrerer Kantone willkommen und verkündete: "Ozapft is und die Musi spielt!"

Ein Apero mit Imbiss und Wein leitete über zum "Eschenbacher Abend". Angesagt war grenzenlose und echte "Entlebucher Partypower" ganz nach dem Motto "urig, fetzig, rockig". Mit Schlagern, Partyhits, Rockklassikern, Oberkrainern und Schwyzerörgelimelodien führte "Grenzenlos" mit seinem vielseitigen Repertoire durch einen langen Abend. Nicht nur beim "Entlibucher Jodelwalzer" wurde die stimmungsfrohe Gemeinschaft in einem der Festzelte zu einer schunkelnden, wogenden Sportfamilie. Sogar das Rheinland ließ grüßen. Ein historischer Aufruf erhielt bei leichter Veränderung besondere Bedeutung. "Eschenbacher aller Länder vereinigt euch!"
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.