31.08.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Familienangehörige, Freunde und Angestellte verabschieden sich von Hubert Gradl Kein Abschied für immer

"Das ist kein Abschied für immer, das ist ein Abschied auf Zeit." Mit diesem Bekenntnis ihres stellvertretenden Vorsitzenden verabschiedete sich der Motorradclub "The Pilots" von Hubert Gradl.

Eine große Trauergemeinde verabschiedete sich von Hubert Gradl. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Am 12. August war der beliebte und geschätzte Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister bei einer Ausfahrt mit seinen Motorradfreunden tödlich verunglückt (wir berichteten). Beim Trauergottesdienst am Mittwoch konnte die Pfarrkirche St. Laurentius die große Zahl der Anteilnehmer und Trauernden nicht fassen. In Konzelebration gedachten Pfarrer Thomas Jeschner, Ruhestandspfarrer Helmut Süß und Pfarrer Paul des Verstorbenen.

Für Süß war Gradl eine "Kostbarkeit, die uns Gott gegeben hat" und die "durch den Tod zurückgegeben wurde". Der Geistliche erinnerte an den Beginn der Ausfahrt der "Pilots", als sich der begeisterte Motorradfahrer zu Hause mit Weihwasser bekreuzigte und sich "in Gottes Namen" auf seine Maschine setzte. "Sein Leben war Kostbarkeit für Familie, Mitarbeiter und Clubkameraden", resümierte Süß und sprach von einem "geliebten Menschen, einem kostbaren Geschenk, einer Leihgabe, die wir nun zurückgeben müssen". Er erinnerte an einen Trauerspruch, den er als "Botschaft" im Haus des Verstorbenen angetroffen hatte: "Nicht ins Leere gegangen, sondern heimgegangen."

Eine schier unübersehbare Trauergemeinde begleitete den Verstorbenen auf den letzten Metern seines irdischen Weges. An der Aussegnungshalle erwiesen Familien- und Firmenangehörige sowie Mitglieder der Motorradclubs "Pilots" und Schönreuth und "Laverda" Trabitz ihrem Hubert die letzte Ehre.

"Wir haben uns hier eingefunden, um von einem liebgewonnen Menschen Abschied zu nehmen, der durch einen tragischen Unglücksfall aus unserer Mitte gerissen wurde", bekundete Arthur Heindl am Grab. Der stellvertretende "Pilots"-Vorsitzende verabschiedete sich von einem langjährigen Mitglied, "das immer da war, wenn man seine Unterstützung brauchte. Ob bei den wöchentlichen Treffen am Stammtisch oder anderen Festen wie Maibaumaufstellen und Starkbierfest, er war immer an erster Stelle". Nicht wegzudenken sei er bei den jährlichen gemeinsamen Ausfahrten gewesen.

Heindl sprach von einer freundlichen und fröhlichen Art, mit der Gradl seine Freunde immer wieder zum Lachen gebracht habe, und beklagte den Verlust eines sehr guten Freundes. Seine Aussage: "Wir sind Gott dankbar für die schönen Jahre, die wir mit ihm verbringen durften", glich der Lobpreisung eines verdienten Weggefährten. Der Familie wünschte er viel Kraft, diesen Schicksalsschlag zu bewältigen.

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