02.02.2018 - 16:32 Uhr

Fasching des Seniorenclubs Schokoherzen für mehr Pfunde

Mollig zu sein ist nicht schlimm, es macht sogar Spaß. Ein Auftritt beim Faschingsnachmittag des Seniorenclubs regt nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken an.

Clubteam und Musikanten hießen die Senioren bei ihrem Fasching in Eschenbach willkommen. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Im Gasthof "Weißes Roß" begann der Seniorenclub nach dem Wegfall des Pfarrheimes seine "Stationenreise 2018". Faschingsstimmung machte sich dort breit. Zur Begrüßungszeremonie nutzte das Helferteam um Clubleiterin Maria Förster die Melodie "Das Wandern ist des Müllers Lust".

Dann luden die Organisatoren zum Lachen ein, versicherten, dass Gerd Retzer, Werner Meier und Bruno Primann für gute Stimmung sorgen, und orakelten, dass warme Würste und Sauerkraut "Leib und Seele zusammenhalten". Bei bekannten Schunkelliedern begleitete das Musikertrio ein vielstimmiger Chor. Alle Augen richteten sich aber plötzlich auf eine Gruppe Frauen, die unvermittelt Einzug hielt. Förster und ihre Mitarbeiterinnen hatten barocke Formen angenommen und entschuldigten sich, dass sie so "spät gekommen waren". Als Grund dafür gaben sie "viele köstliche und wunderbare Torten" an, die erst noch vertilgt werden mussten, und verkündeten wortgewaltig: "Wir wollen gern zu unseren Pfunden steh'n, denn mollig ist herrlich, mollig ist schön."

Ihre Vorzüge priesen sie mit Wortspielereien an: "Am Samstag beim Baden ist mit einem Eimer Wasser die Wanne voll" oder "Wir brauchen keine Lampen und kein Gefunkel, unsere Körper findet man leicht im Dunkel". Ihre Schlussbotschaft "Mollige haben ein großes Herz" verbanden sie mit der Verteilung von Schokoherzen. Beifall brandete auch auf, als die grüne Garde, die Krümelgarde der Faschingsgesellschaft, mit lautem "Helau" einzog. Angeführt wurde sie vom Kinderprinzenpaar Emma I. und Johannes I. "Euer Besuch gehört dazu, wenn auch aus Platzgründen heuer kein Tanz möglich ist", räumte Förster ein. Das Prinzenpaar war nicht mit leeren Händen gekommen. Emma I. nutzte einen großen "Spickzettel" und verlas die Namen der Mitglieder des Clubteams, die sich während des Jahres um die Senioren verdient gemacht hatten. Die Aufgerufenen traten einzeln vor und Prinz Johannes I. zeichnete sie mit dem Orden der Faschingsgesellschaft aus und geizte nicht mit "Bussis". Während er Werbung für den Faschingszug am 10. Februar machte, verteilten die Trainerinnen als Vorgeschmack Bonbons und Chips.

Im Programm folgten zwei Putzfrauen, die eine Arbeitspause einlegten. Diese wurde jedoch zu einer sehr lebendigen Tratschrunde mit vielen Begriffsspielereien. Es gab schier unendliche Verwicklungen bei Mikroskop und Horoskop, Orthografie und Orthopädie, Asthmatiker und Dramatiker und sogar bei Parkett und Bankett. Für das Rentnerlied musste die Melodie von "Lustig ist das Zigeunerleben" herhalten.

Christine Kies berichtete vom etwas anrüchigen Geschehen mit Maibowle und Pfarrersocken. Nicht fehlen durfte der Gratulationskanon für die Geburtstagskinder des vergangenen Monats. Mit einem deftigen Imbiss ging ein munterer und lebendiger Nachmittag zu Ende, den die Musikanten mit Höhepunkten der "Deutschen Welle" begleiteten.

Als nächste Veranstaltungen kündigte Maria Förster die 40-Jahr-Feier am 21. März in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule, ein Fischessen am 18. April und einen Grillnachmittag am 11. Juli an. Ausflugsfahrten sind für den 16. Mai, 13. Juni und 19. September vorgesehen.

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