Film über die Nazi-Szene an der Wirtschaftsschule
„Blut muss fließen“ damit kein Blut fließt

Anna Schätzler (von rechts) hatte Peter Ohlendorf mit nach Eschenbach gebracht. Der Filmemacher beeindruckte die Schüler und die Lehrer Arno Speiser, Thomas Metzler und Martin Neumann mit seinem Film "Blut muss fließen". Bild: rn

"Blut muss fließen" heißt es nicht nur in einem beliebten Neonazi-Lied. So heißt auch ein viel beachteter Film, der sich mit der gewaltbereiten Szene in Deutschland beschäftigt. Der Filmemacher Peter Ohlendorf stellte sein Werk bei den neunten Klassen der Wirtschaftsschule vor. Die meisten Szenen aus dem Film hat ein eingeschleuster Besucher bei einschlägigen Konzerten mit versteckter Kamera gedreht.

Ohlendorf war für Buch und Regie zuständig. Dafür reiste er der rechten Konzertszene mit seinem anonymen "Kamermann" durchs Elsass und nach Mittel- und Westdeutschland nach. Die Bands bei den Konzerten heißen "Tonstörung", "Werwolf" oder "Totenburg", im Gepäck hätten sie "Giftkoffer voll Nazihass" transportiert. Außerdem zitiert der Film aus Verfassungsschutzberichten. Auf die Schüler machte der Film offenbar Eindruck, denn die Diskussion nach dem Film kam nur langsam in Gang. Bald aber gab es mehrere Wortmeldungen.

Studiendirektor Thomas Metzler stellte die Veranstaltung als Teil der Reihe "Schule mit Courage" vor. Mit von der Partie waren Arno Speiser als Leiter der regionalen Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus des Bayerischen Jugendrings, Martin Neumann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings und Anna Schätzler, die das Programm "Demokratie stärken" für den Landkreis Neustadt/WN koordiniert. Zum Unterricht gehört in der Vorweihnachtszeit auch ein mehrtägiger Kurs "Nicht mit mir". Das Angebot sollte den Schülern Fähigkeiten zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung vermitteln.
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