Flüchtlinge zu Besuch beim Taubenschuster
Blick in andere Welt

Die Geschichte der Stadt interessiert die Flüchtlinge und entlockt ihnen sogar bayerische Sätze. Bild:

Der Besuch "Beim "Taubnschuster" war Flüchtlinge, die in der Rußweiherstadt eine neue Heimat gefunden haben, ein Blick in eine andere Welt. Und die Deutschkurse, die sie in Eschenbach besuchen, tragen Früchte. Der von Maria Cronenberg und Sabine Fricke angeregte Besuch im örtlichen Kulturzentrum bewies es: Matthias Haberberger, Schriftführer des Heimatvereins, brauchte für die Verständigung weder Englisch noch Dolmetscher.

Die Besucher verstanden seine Ausführungen zu den Exponaten, zur Stadtgeschichte und schossen viele Fotos. Im Wohnzimmer der einstigen Zoiglstube interessierten sie sich für große Bilder. "Alles alte Fotos?", fragten sie. Nicht minder interessant wirkten die Küche mit der einst offenen Feuerstelle und der Zoiglstern-Himmel im Flur. Nach dem Besuch des alten Kuhstalls nahm im Obergeschoss das Staunen kein Ende. Schaubilder und Geräte zum Eschenbacher Brauwesen, Zoiglstube mit Tisch, Kartenspiel und Deckelkrügen, garniert mit zunächst unverständlich wirkenden "Fachausdrücken", entlocktem einen der Syrer ein Lächeln und eine gelungene Sprachprobe: "Stodldouadierl!"

Beim Gang durch Hof, Remise und Gartenanlage zeigten sich die Besucher wissbegierig. Einer von ihnen zeigte mit Tränen in den Augen Bilder aus seiner Heimat nahe der türkischen Grenze, wo türkische Truppen kurdische Kulturstätten vernichten.
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