13.03.2018 - 16:40 Uhr

Fritz Betzl "Stimmenkönig" will von Bord gehen

Wer sich die Tagesordnung des Eschenbacher Stadtrats für die Sitzung am Donnerstag, 22. März, genauer ansieht, der reibt sich vermutlich verwundert die Augen. Fritz Betzl, seit 1984 für die SPD im Gremium, will sein Amt als Stadtrat niederlegen.

von Anne Spitaler Kontakt Profil

Die Ratskollegen sollen am 22. März darüber entscheiden, ob dem Wunsch stattgegeben wird. Erst, wenn der Verwaltungsweg abgeschlossen ist, ist sein Austritt offiziell.

Es gab keinen Ärger, "ich bin mit keinem böse", erklärt der 61-Jährige seine Entscheidung am Dienstag auf Nachfrage. Es sei für ihn einfach nur an der Zeit, zu gehen. "Es sind private Gründe", sagt er, "und es ist so, dass ich mich seit längerer Zeit mit dem Gedanken beschäftigt habe, dass ich mich zurückziehe." Mittlerweile zum sechsten Mal war Betzl 2014 als Stadtrat angetreten, diese Zeit des direkten Mitgestaltens in Eschenbach wird er vermissen. Nun will er sich aber öfter mal einen Urlaub mit seiner Frau gönnen, ohne im Hinterkopf an die Arbeit im Gremium denken zu müssen. Er sei kein Polit-Junkie, er könne auch abschalten, sagt er.

Als Kreisrat will sich Betzl aber bis auf Weiteres engagieren, versichert der Eschenbacher. Und auch die letzten Tage als Stadtrat arbeite er noch "leidenschaftlich mit". "Ich genieße es, aber bin auch traurig, dass ich so gute Leute verliere", meint er mit Blick auf seine Stadtratskollegen. Und auch die sehen es so, wie er verrät: "Freilich sagt die Fraktion, der Stimmenkönig geht von Bord", schmunzelt er. Für ihn sei es aber die richtige Entscheidung. "Ich habe den Zeitpunkt selbst gesetzt, wann ich anfange und auch, wann ich aufhöre." Seinen Platz im Stadtrat könnte erste Listennachfolgerin Marina Müller einnehmen.

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