22.03.2018 - 20:00 Uhr

Frühjahrsversammlung des Imkervereins Eschenbach Alles für die Biene

Imkern macht Freude - so könnte man die Arbeit von Anton Herzing beschreiben. Der Vorsitzende des Imkervereins Creußen erklärt in der Frühjahrsversammlung den Mitgliedern des Eschenbacher Imkervereins auch, warum.

Anton Herzing. Bild: gpa
von Georg PaulusProfil

Anton Herzing, Vorsitzender des Imkervereins Creußen und Umgebung, erzählte in der Frühjahrsversammlung des Imkervereins der "Krügelstadt" von seiner Arbeit. Begonnen hat seine Laufbahn im Bienenzüchterverein von Pegnitz. Fasziniert von einem Vortrag von Barbara Bartsch, Staatliche Beraterin für Bienenzucht im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth, "heuerte" er schließlich im Creußener Imkerverein an.

Wachsende Zahl

Herzing berichtete, dass dank seines Engagements und de Mitarbeit vieler junger Imker die Zahl der dortigen Vereinsmitglieder von 25 auf 127 stieg, gleichzeitig sank das Durchschnittsalter auf 49 Jahre. Außerdem stieg der Frauenanteil der Mitglieder auf 28 Prozent. "Naturnahes Imkern zum Wohl der Bienen, der Landschaft und des Menschen ist der Leitgedanke des Vereins", betonte der Redner. Naturnahe und artgerechte Imkerei bedeute "Ausrichtung imkerlicher Praxis am Wohl der Honigbiene". Die Konsequenz: Trennung von Brut- und Honigraum, eine ausreichende Fütterung, Behandlung von Bienenkrankheiten und die Bekämpfung der Varroa-Milbe mit biologischen Maßnahmen. Wichtig sei auch die Hygiene zum Schutz der Bienenvölker vor Krankheiten.

Anstatt Bienenvölker und -königinnen zu importieren, sollten Imker lieber selbst züchten. Nicht nur, um zu vermeiden, dass Parasiten eingeschleppt werden und sich vermehren. Die Ausbildung von Imkernachwuchs ist ein weiteres Betätigungsfeld des Creußener Vereins, der zur Rechtssicherheit als "eingetragener Verein" agiert.

"Ziel des eingetragenen Vereins ist es, ein Erlebnisprogramm für Jung und Alt, Natur, der Honigbiene und Imkerei zu erstellen." Als wichtige Aktivitäten nannte Herzing, junge Imker zu betreuen, den Bienenlehrpfad am Pfaffensteig, das Fest des Vereins und die Kurse mit Bayreuther Fachberaterin Barbara Bartsch. Dass bei der Landesgartenschau 2017 in Bayreuth die Betreuung des Imkerstands seinem Verein übertragen worden war, wertete der Referent als große Auszeichnung. "Durch naturnahe Bienenhaltung hat sich der Verein Grundsätzen ökologischer Imkerei zugewandt und verpflichtet." Dies bedeutet möglichst geringe Eingriffe in das Bienenvolk, Berücksichtigung der Hygiene zum Schutz der Bienenvölker sowie die Zucht lokaler Arten.

Reden statt schimpfen

Die Verbreitung der Bienenkultur durch das Schaffen artenreicher Bienenweiden, Streuobstwiesen, Blühflächen und Dünger armer Weideflächen sind Aufgaben der Bienenzüchter. Hinweis auf den beiderseitigen Nutzen durch die Bestäubung der Obstbäume und weiteren Kulturpflanzen sind bei manchem jungen Landwirt schon auf Gehör gestoßen.

"Man muss halt mit ihnen reden", betonte Herzing. Sein Bestreben sei, guten Honig zu bieten und Qualitätswachs zu erhalten - eine Aufgabe für den Imkerverein Creußen. Dahinter stehen auch der Imkernachwuchs sowie erfahrene Mitglieder. Eine interessante und kontrovers geführte Aussprache schloss sich Herzings Vortrag an.

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