17.07.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Gemeinsamer Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinden der Kulmregion: Tauferneuerung am Rußweiher

"In der Taufe wird neues Leben geschenkt. Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden", versichert Pfarrerin Anne Utz. Ökume-ne beseelt den Tauferneuerungsgottesdienst der evangelischen Kirchengemeinden der Kulmregion. Christen beider Konfessionen kommen dazu im Rußweiher-Freibad zusammen.

Nur wenige Plätze waren auf der Sitzterrasse im Rußweiher-Freibad noch frei, als die Gläubigen aus den evangelischen Kirchengemeinden der Kulmregion einen Tauferinnerungsgottesdienst feierten.
von Walther HermannProfil

Der gute Besuch war ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert der Tauferneuerungsgottesdienst der Kulmregion am Rußweiher genießt. Die Stufen übernahmen die Funktion von Kirchenbänken, die Freibühne die eines Presbyteriums. Am Harmonium begleitete Kirchenmusiker Joachim Steppert den Gesang der Gläubigen.

"Darum geht hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohns und des heiligen Geistes." Diesen Auftrag Jesu, wie er bei Matthäus niedergeschrieben ist, stellte Pfarrerin Anne Utz an den Beginn des Gottesdienstes. Vorher hatte sie mit ihren Amtsbrüdern Dirk Grafe (Wirbenz) und Hartmut Klausfelder (Neustadt am Kulm) sowie Lektorin Gabi Scherl Einzug auf der Seebühne gehalten.

Im Wechsel mit den Gläubigen trug Carolin Hößl ein Gebet nach Psalm 91 vor: "Wenn ich den Herrn anrufe, antwortet er mir. Wenn ich in Not gerate, ist er bei mir. Wenn ich traurig bin, gibt er mir wieder Mut." Die Begriffe Taufe und Namen zogen sich einem roten Faden gleich durch den Gottesdienst. Am deutlichsten wurde dies, als Gabi Scherl betonte: "Mit unserem Namen sind wir an Gott gebunden." Sie forderte dazu auf, mit dem Namensbändchen, das jeder eingangs erhalten hatte, an Wasserschalen am Uferrand zu treten, die Stirn mit Tauferneuerungswasser zu bezeichnen und das Namensband am Schalenständer zu befestigen.

"Die Freuden des Himmels mögen durch zwei Dinge gesteigert werden: Dass Gott dich beim Namen ruft und dass dein Schutzengel ein Loblied auf dich anstimmt." Diesen Wunsch, den ein Text- und Liedblatt enthielt, verglich Pfarrerin Anne Utz mit Nominierungen im Sport. Sie sprach von Glück und Erleichterung, wenn ein Sportler beim Aufstellen einer Mannschaft seinen Namen hört. Seit der Taufe habe ein jeder seinen Namen schon oft rufen gehört. Im geradezu tröstenden Aufruf Jesu, "fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein", sah sie den Grund dafür, "wir gehören zu ihm". Utz nannte auch Beispiele dafür, wie mit der Verwendung des Namens Macht ausgeübt werden kann. "'Fürchte dich nicht', versichert uns im Gegensatz dazu Gott", gab sie den Gläubigen mit auf den Weg.

 

 

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