03.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Jahreshauptversammlung der Gebietsverkehrswacht Eschenbach Unverzichtbarer Partner

Das sind stolze Nachrichten: 2900 Euro lässt sich die Gebietsverkehrswacht Eschenbach 2017 die Schulwegsicherheit der Kinder und Jugendlichen kosten. Alle Überwege, die von Schülerlotsen oder Verkehrshelfern betreut werden, bleiben unfallfrei.

Die Vorsitzenden Hans (links) und Andreas Bscherer (rechts) danken (von links) Wolfgang Fichtl, Franz Pecher, Gerlinde Lohner, Hermann Ott, Liane Burger, Thomas Riedl und Hans Lohner für langjährige Mitgliedschaft bei der Gebietsverkehrswacht Eschenbach. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Verkehrssicherheit in ihrer ganzen Bandbreite stand im Gasthof "Weißes Roß" im Mittelpunkt des Geschehens. Hans Bscherer, der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht, wartete in der Jahreshauptversammlung mit einer Erfolgsbilanz auf.

Lob dafür gab es vonseiten des Stadtverbandes: "Die Gebietsverkehrswacht Eschenbach ist ein unverzichtbarer Partner in der Region, wenn es darum geht, unsere Straßen sicherer zu machen und den Schwachen im Verkehr zu helfen." Mit dieser Aussage bekundete Vorsitzender Dieter Kies den besonderen Stellenwert einer Einrichtung, die sich der Förderung der Verkehrssicherheit, der Verkehrserziehung und der Unfallverhütung verschrieben hat.

Weniger Schülerlotsen

Eingangs hatte sich Bscherer erfreut über die Anwesenheit von "viel Politik" gezeigt: Er hieß die Bürgermeister oder -vertreter aus Eschenbach, Grafenwöhr und Kirchenthumbach willkommen. Seinem Rückblick voran stellte er die Unterstützung der Polizei bei der Radfahrer-Ausbildung durch die Bereitstellung der Hefte und bei der Aktion "Verkehrssicherheit" am Marienplatz. Der Sicherheit der Schulkinder diente die Einkleidung und Ausstattung der Schülerlotsen und Verkehrshelfer.

Deutliches Bedauern klang mit, als der Vorsitzende den Rückgang der Schülerlotsen von einst 100 auf nunmehr 30 ansprach. Deren intensiver Betreuung maß er besondere Bedeutung bei. Lohn und Anerkennung für ihr ganzjähriges Engagement für die Sicherheit ihrer Mitschüler sei der Ausflug zur Sommerrodelbahn Pottenstein gewesen. Der großen Zahl der erwachsenen Verkehrshelfer dankte die Verkehrswacht mit einem "Weihnachtsessen".

"Unsere Serviceaktion vor Beginn der Winterzeit in der TÜV-Halle erfreute sich erneut reger Nachfrage" berichtete Bscherer und erinnerte an die Teilnahme an der Aktion "Unfallflucht". "Wir haben den erfolgreichen Probelauf der Fußgängerampel in der Jahnstraße angestoßen", erklärte er dann und zeigte sich stolz darauf, dass sich "seit Jahren kein Schülerunfall ereignet" hat.

Als weiteres Anliegen der Verkehrswacht nannte er das Absenken hoher Bordsteine, die "unnötige Hindernisse für Rollatoren und Kinderwägen" seien. Die Situation am Stadtplatz zu Stoßzeiten veranlassten ihn zu der Frage: "Müssen alle Schulbusse durch die Innenstadt fahren?" Nach einem Blick in die Unfallstatistik 2017 der Polizeiinspektion zeigte der Vorsitzende Unverständnis über die Ablehnung der Ortsumgehung-Ost. Er befasste sich mit der dadurch "infrage gestellten Verkehrssicherheit" und berichtete von "nachdenklichen Äußerungen" von Anliegern der Esperngasse, die durch die bevorstehende erhebliche Zunahme des Straßenverkehrs aus dem neuen Siedlungsgebiet Esperngasse-Ost erhebliche Nachteile befürchten.

Ruhe um Ortsumgehung

In der Anwesenheit zahlreicher kommunaler Mandatsträger sah dritter Bürgermeister Klaus Lehl (Eschenbach) ein "Zeichen der Wertschätzung jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit für die Mitbürger". Er würdigte die Präventivarbeit "bereits für die kleinsten Verkehrsteilnehmer" sowie die Ratschläge, Hinweise und Informationen für Fahrzeuglenker.

Lehl griff ebenfalls die Entscheidung gegen die Ortsumgehung-Ost auf und sprach von einer "kurzsichtigen Entscheidung". Er übte Kritik daran, dass nun große Ruhe eingekehrt sei und niemand danach frage, was in Sachen Verkehrssicherheit geschehen soll. Mit Blick auf die bevorstehende Maut auch auf Bundesstraßen sah er ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Staatsstraße Grafenwöhr-Eschenbach und damit eine zunehmende innerstädtische Belastung voraus.

"Ihr habt eine große Zahl von Verkehrsteilnehmern aller Altersgruppen erreicht und viele von ihnen zum Nachdenken und Umdenken zu mehr partnerschaftlichem Miteinander bewegt", bescheinigte Dieter Kies im Namen des Stadtverbandes dem vielfältigen Ausbildungs-, Schulungs- und Trainingsprogramm der Verkehrswacht. Nach einer Spende des Bürgermeisters übergab auch er einen "Sicherheitstaler".

Stellvertretender Vorsitzender Andreas Bscherer ließ einen Fragebogen-Test wie bei der Führerscheinprüfung folgen. 470 Wildunfälle im Jahr 2017 nahm Albert Butscher zum Anlass für den Appell, Wildwechsel-Schilder zu beachten und Geschwindigkeiten herabzusetzen.

Kaum Geldbußen

In seinem Kassenbericht bedankte sich Horst Rozinski für Zuwendungen der Kommunen Eschenbach und Kirchenthumbach. Außerdem bedauerte er erneut den extrem niedrigen Eingang von gerichtlich verordneten Geldbußen. Ausgaben von 2900 Euro, die der Sicherheit von Kindern und Jugendlichen dienen, stellte er Aufwendungen für die regelmäßigen Plakataktionen an der B 299 und der B 470 in Höhe von 780 Euro gegenüber. (rn)

10 und 20 Jahre

Dank und Anerkennung sprach Hans Bscherer langjährigen Mitgliedern aus: Er überreichte Treueurkunden an Thomas Riedl (10 Jahre) sowie Liane Burger, Wolfgang Fichtl, Gerlinde und Hans Lohner, Hermann Ott und Franz Pecher (je 20 Jahre). (rn)

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