23.03.2018 - 20:10 Uhr

Jubiläumsfeier des Eschenbacher Seniorenclubs "Wertvolle Einrichtung"

Niederschriften zu Feiern und Festen, Vorträgen und Informationen, Reisen und Besuchen füllen die Chronik des Seniorenclubs. Die Grußworte zur 40-Jahr-Feier bescheinigen der Gemeinschaft ungebrochene Vitalität.

Clubleiterin Maria Förster
von Walther HermannProfil

Festtagsstimmung herrschte in der Aula der Markus-Gottwalt-Schule. Die Anwesenheit von fünf Pfarrern, des stellvertretenden Landrats, von zwei Bürgermeistern, von Stadträten und Vereinsvertretern brachte zum Ausdruck, welchen Stellenwert eine Gemeinschaft genießt, in der sich seit vier Jahrzehnten Eschenbachs Senioren wohl, aufgenommen und liebevoll betreut fühlen. Sechs Sprecher (siehe Kasten) ließen die Veranstaltung nicht zu einem Redemarathon werden - ihre Beiträge dienten einem kurzen Rückblick und der Würdigung der Leistungen und Verdienste um den Club aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Den stimmungsvollen Rahmen schuf ein Sextett unter Leitung von Dr. Georg Bayerl mit Ohrwürmern aus der Zeit von vor gut 30 Jahren. Ein üppiges Kuchen- und Tortenbuffet ergänzte die Wohlfühlatmosphäre.

Am Prominententisch hatten Platz genommen Monsignore Andreas Uschold, Stadtpfarrer Thomas Jeschner, Pfarrvikar Dr. Chinedu Paul Ezenwa, Pfarrer Peter Brolich, Pfarrerin Anne Utz, Gemeindeassistentin Eva-Maria Frohmann, Pfarrgemeinderatssprecherin Brigitte Metzner, stellvertretender Landrat Albert Nickl, die Bürgermeister Peter Lehr und Klaus Lehl, Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies und Seniorenbeauftragter Udo Müller.

Clubleiterin Maria Förster blickte zurück auf den 13. Februar 1978, als der Seniorenclub auf Initiative von Pfarrer Paul Gerwald, Rektor i.R. Markus Gottwalt und Kirchenpfleger Josef Rupprecht ins Leben gerufen und mit einer zweckgebundenen Geldzuweisung der Altenclubraum im Pfarrheim eingerichtet worden war. Sie sprach von einer wertvollen Einrichtung für Eschenbachs Senioren, von verschiedenen Wechseln im Vorstand und von Renovierungen und Verschönerungen der Clubräume. Sie bedauerte, "dass wir diese schönen Räume Anfang 2018 räumen mussten". Da die Räumlichkeiten der Notunterkunft im Dammbauernhaus für die Clubnachmittage nicht groß genug sind, kündigte sie Clubveranstaltungen andernorts an.

Die Clubleiterin sah in den Nachmittagen, die bisher 42 freiwillige Helfer gestaltet haben, "ein Entrinnen aus dem Alltäglichen oder dem Alleinsein mit Plauderrunden, gegenseitigem Austauschen bei Kaffee und Kuchen, schönem Programm und gemeinsamem Singen".

Mit Stücken wie "Heute tanz' ich mit der Monika" oder "Tanze mit mir in den Morgen" erinnerten die Musiker an die Anfangsjahre des Clubs, als auch noch Fahrten zum "Lohbachwinkel" zum Programm gehörten. Mit einem Imbiss der Stadt, Dankesworten Försters an Förderer, Helfer und Mitarbeiter sowie Gesang für Geburtstagskinder endete die gesellige Jubiläumsveranstaltung.

Grußworte der Ehrengäste

Der ehemalige Stadtpfarrer Andreas Uschold sah in den bisherigen Clubleitern Markus Gottwalt, Gretl Appl, Wally Kern, Heidi Mierzwa, Sabine Bayer und Maria Förster Stützen des Clubs. Er prangerte an, dass Senioren nach Erbringen ihrer Lebensleistung schnell vergessen und deren Wissen und Können oft nicht mehr geschätzt würden. Da jedoch der Mensch ein Ebenbild Gottes bleibt, erachtete er es als Aufgabe der Kirche, dies in der Gesellschaft zu verteidigen, hoch zu halten und auch zu leben. Uschold bescheinigte dem Club, dass sich in Programm und Betreuung ausdrückt, "wie sehr man sich über jeden freut, der kommt" und ein jeder Anregung und Freundschaft, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Hilfe findet.

Auf die ersten Gehversuche des Clubs blickte Pfarrer Thomas Jeschner zurück und bescheinigte eine Verbindungsfunktion für Senioren, Gesellschaft und Kirche und eine Brückenfunktion von der Gesellschaft zum kirchlichen Leben. In den Leistungen des Clubs sah er eine soziale Umweltgestaltung und einen Beitrag, Senioren fit zu halten.

"Der Seniorenclub, dessen Gründungstag ein guter Tag für Eschenbach war, ist wichtiger denn je und eine sehr wertvolle Einrichtung", war Albert Nickl überzeugt. Er würdigte den Beitrag der Senioren für den Beitrag zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und für die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates. In ihnen sah er einen wichtigen Teil der Gesellschaft, der dazu beigetragen hat, dass die junge Generation in einem gewissen Wohlstand lebt.

Mit Geschehnissen wie drei Päpsten in einem Jahr erinnerte Peter Lehr an das Gründungsjahr des Clubs, in dem sich dieser "zur Aufgabe gemacht hat, den Senioren von Eschenbach nach einem arbeitsreichen Leben Freizeitgestaltungsmöglichkeiten zu bieten". Den Betreuerinnen bescheinigte Lehr Einfallsreichtum, Menschen- und Nächstenliebe, Fürsorge und Fleiß. Er übergab eine Jubiläumsspende.

Von einem denkwürdigen Ereignis und beispielhaften und beispielgebenden Engagement zum Wohle der Senioren sprach Dieter Kies. Bei der Teilnahme der Senioren am gesellschaftlichen Leben gilt es nach Überzeugung des Stadtverbandsvorsitzenden, "die Produktivität und die Kreativität des Alters für den Einzelnen und die Gesellschaft zu erkennen und einzusetzen". Sein Geschenk war ein "Ratschtaler", den die Damen "in gemütlicher Runde verratschen können". (rn)

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