Keine Krise, sondern eine Revolution
Philipp Hedemann spricht mit Wirtschaftsschülern über Flüchtlinge und die Folgen der Völkerwanderung

Studiendirektor Thomas Metzler (rechts) stellte Philipp Hedemann als Mitglied der "Weltreporter" vor. Bild: rn

Die Flüchtlingsrevolution hielt Einzug in die Wirtschaftsschule. "Weltreporter" Philipp Hedemann nahm die Schüler der 9. und 10. Klassen bei seinem Vortrag mit auf eine gedankliche Reise und erklärte dabei, wie die aktuelle Völkerwanderung die Welt verändert.

Der Coautor des von Marc Engelhardt herausgegebenen Buches "Die Flüchtlingsrevolution" lebte 3,5 Jahre als Afrikakorrespondent in Addis Abeba. Seine Reisen führten ihn durch viele Regionen, in denen Menschen auf der Flucht sind. 65 Millionen Flüchtlinge gebe es weltweit. "Menschen flüchten vor Krieg und Gewalt, vor Ungleichheit und Verfolgung, aus Angst vor dem Untergang ihrer Heimat oder aus Angst um die Zukunft ihrer Kinder", berichtete Hedemann. Da diese Völkerwanderung dabei sei, die Welt zu verändern, sprach er nicht von einer Flüchtlingskrise, sondern von einer regelrechten Revolution.

Seine Auszüge aus dem in Pantheon-Verlag erschienenen Werk beleuchteten Armut, Chancenlosigkeit und fehlende Perspektive als Motive für den Aufbruch in Länder, in denen ein besseres Leben versprochen werde. Die Flüchtlinge, die der in Berlin lebende Hedemann in der Wirtschaftsschule vorstellte, waren allesamt unfreiwillig aufgebrochen. Ihre Schicksale ließen eine einfache Definition zu: Ein Flüchtling ist derjenige, der geht, obwohl er lieber bleiben würde - doch die Verhältnisse lassen ihn nicht. Für Studiendirektor Thomas Metzler war die Lesung ein Baustein für die Integration der Flüchtlingsklasse an der Schule. Zwei Schüler davon, ein Syrer und ein Afghane, berichteten von den Gründen und Stationen ihrer Flucht.
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