Kleiderkammer: Helferkreis Asyl reduziert Öffnungszeiten im Winter und in den Ferien
Von Bettwäsche bis Schuhen

Wie in einem Kaufhaus: Schon der Flur der jetzt als Kleiderkammer genutzten ehemaligen Schule vermittelt einen Eindruck von der Vielzahl und Vielfalt der gespendeten Kleidungsstücke. Bild: rn

Die Kleiderkammer des Helferkreises Asyl im ehemaligen Gebäude von Oberreal-/Hauptschule ist während der kalten Jahreszeit nicht mehr jeden Samstag geöffnet. Ein Anschlag an der Eingangstür nennt als Öffnungszeiten in diesem Jahr nur noch 21. Oktober, 18. November sowie 2. und 16. Dezember. Auch in den Ferien ist geschlossen.

"Nicht nur Flüchtlinge und Asylbewerber, auch sozial schwache Mitbürger sind willkommen", hebt Asyl-Mitarbeiter Fritz Betzl hervor. Er legt großen Wert darauf, dass die Kleiderkammer eine Anlaufstelle für alle Bedürftigen ist.

Beim Rundgang durch das "Reich" der zehn engagierten Ehrenamtlichen des Helferkreises beeindruckt die schier unüberschaubare Vielfalt an Kleidungsstücken jeglicher Art und Größe, die Spender aus Eschenbach und Umgebung für bedürftige Mitmenschen zur Verfügung gestellt haben. Hinzu kommen Schuhe, Bettwäsche und ein kleines Möbellager. Die Zahl der Einzelstücke geht in die Tausende, wie bereits der Flur im ehemaligen Schulgebäude zeigt. Ähnlich beeindruckend ist der Blick in drei ehemalige Klassenräume. Einer davon ist der Kinderbekleidung vorbehalten.

Während der Öffnungszeit ist stets eine ausreichende Zahl von Asyl-Mitarbeitern vor Ort, die ihre "Kundschaft" auch zum größten Teil kennt. Für jedes Kleidungsstück wird ein Mindestbetrag von 50 Cent erhoben. Schwangere erhalten einen Karton Erstbekleidung fürs Baby zum Nulltarif. Alle anderen zahlen für einen 25-Kilo-Karton fünf Euro. Bei der zweiten Abholung in dieser Größenordnung sind zehn Euro fällig. Von den Zahlungen der Abholer und einer finanziellen Zuwendung des Landkreises hat sich der Arbeitskreis einen Autoanhänger gekauft, der für Möbeltransporte unumgänglich ist.

Nicht gefragte oder minderwertige Kleidung geht an die Kolpingfamilie, die sie im Zuge ihrer Altkleidersammlungen mitverwertet. "Es geht nichts verloren", betont Fritz Betzl. Für Anlieferungen außerhalb der Öffnungszeiten ist er unter Handy 0151/4619 6364 erreichbar.
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