04.01.2018 - 14:06 Uhr
Sport

Kolumne: OTon Inzwischen lieber Kreisliga

Früher war ich begeisterter Fußballfan, habe meine Jugend auf dem Bolzplatz verbracht und war viel im Stadion. Heute habe ich genug vom großen Spektakel.

Kreisliga kann auch Spaß machen.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Alles begann mit der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Zinedine Zidane, Emmanuel Petit, Rivaldo und der einzig wahre Ronaldo haben meine Jugend geprägt. Die Nachmittage verbrachte ich auf dem Bolzplatz, denn was hätte es Schöneres geben können? Doch das ließ mit der Zeit nach. Zwar spielte ich während meiner kompletten Jugend im Verein, abgesehen davon verbrachte ich aber nicht mehr so viel Zeit auf dem Platz. Ich musste mir eingestehen, dass mein Talent nicht zum Profifußballer reicht.

OTon

Wir sind junge Mitarbeiter der Oberpfalz-Medien. Im „OTon“ werden wir in losen Abständen über das berichten, was uns im Alltag begegnet – was wir gut finden, aber auch, was uns ärgert. Dabei geht es weniger um fundierte Fakten, wie wir sie tagtäglich für unsere Leser aufbereiten, sondern um unsere ganz persönlichen Geschichten, Erlebnisse und Meinungen. Wir wollen zeigen, dass nicht nur in Hamburg, Berlin oder München Dinge passieren, die uns junge Menschen bewegen.
Alle Teile dieser Kolumne sind zu finden unter onetz.de/oton. Deswegen habe ich mich darauf spezialisiert Profis zu beobachten – von der Tribüne aus. Mein erstes Stadionerlebnis war in München: Bayern gegen Werder Bremen. Zum Fan wurde ich allerdings in Nürnberg, als der Club den VfL Bochum mit 4:2 besiegte, und mir damit eine potenziell erfolgreiche Mannschaft vorgaukelte. Ohne einen Blick auf die Tabelle zu werfen, entschied sich mein 12-jähriges Ich Nürnberg-Fan zu werden. Ein prägender Moment, der mich bis heute viele Nerven kostet. Es ist eben eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Ein „Vereinswechsel“ kam aber nie in Frage.
15 Jahre sind seit meinem ersten Stadionbesuch vergangen. Der Profifußball hat sich verändert. Zu viel Show und Geld, wirtschaftliche Interessen stehen über dem Sport. Mit dem Club habe ich aber nicht gebrochen und verfolge die Spiele weiterhin. Allerdings schaue ich inzwischen lieber hinter die Kulissen dieses Spektakels oder einfach Kreisliga. Dort ist das Niveau zwar schlechter, aber es geht immerhin noch um die eine Sache, die mich begeistert: Fußball.

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