Mandatsträger regen bei Silvesterbesuch Tagespföege für Demenzkranke im Haus St. laurentius an
SPD-Unterstützung sicher

Leiterin Daniela Jenke (rechts) fand Gefallen am Bestreben der SPD-Delegation: Die Besucher um Bürgermeister Peter Lehr regten eine Tagespflege für Demenzkranke im Haus St. Laurentius an. Bild: rn

Tagespflege von Demenzkranken im Haus St. Laurentius? "Das würde Sinn machen", zeigten sich Bürgermeister Peter Lehr, Seniorenbeauftragter Udo Müller und die SPD-Stadtratsfraktion überzeugt. Bei ihrer Tour zum Jahresende statteten die Mandatsträger auch der zunehmend belegten Einrichtung im ehemaligen Krankenhaus einen Besuch ab.

Während der regen Informationsrunde fragte Lehr bei Leiterin Daniela Jenke hinsichtlich eines Tagespflege-Angebots nach, was diese aber verneinte: "Unsere Einrichtung verfügt nur über dauerhafte Wohnplätze." Für die SPD-Kommunalpolitiker ist eine Tagespflege im Haus St. Laurentius jedoch ein Thema. Seniorenbeauftragter Udo Müller kündigte spontan seine Unterstützung für jedwedes Bestreben dazu an.

Gespräche mit Kliniken AG

Das Heim für Demenzkranke werde nach ursprünglicher Zurückhaltung nun von den Eschenbachern geschätzt, sagte Müller. Er zeigte sich überzeugt, dass das ab 1. Januar gültige Pflegegesetz Möglichkeiten für eine Tagespflege auch in der Eschenbacher Einrichtung schafft. Die Runde kam überein, dazu mit den zuständigen Stellen der Kliniken Nordoberpfalz AG Gespräche zu führen.

Jenke hatte in ihren einführenden Worten von bisher turbulenten Jahren mit Höhen und Tiefen gesprochen. Die Auslastung der beiden Etagen bezifferte sie mit 65 Prozent. Sie berichtete von viel Palliativversorgung, einer hohen Sterberate sowie zahlreichen Anmeldungen und Nachfragen. Sichtlich erfreut nahm der Bürgermeister Mitarbeiterbewerbungen bis aus dem Schwarzwald zur Kenntnis, die mit der Bereitschaft zum Umzug verbunden sind. "Auch ich fühle mich wohl in Eschenbach", versicherte Jenke.

Für das neue Jahr kündigte die Wernbergerin ein Projekt mit dem Kindergarten an: "Unsere Mitarbeiter sind sehr engagiert und freuen sich auf den regelmäßigen Besuch der Vorschulkinder, die mit unseren Bewohnern kochen und basteln wollen." Auch kündigte sie einen weiteren Ausbau der Palliativtätigkeiten an: "Mit Mitarbeitern der Palliativeinrichtung in Neustadt/WN haben wir bereits Gespräche geführt." Ihren 22 Mitarbeitern in den zwei Stationen bescheinigte die Leiterin eine "anspruchsvolle Arbeit". Mit Blick auf die Bewohner versicherte Jenke: "Sie sind stolz auf das, was sie noch können." Der Dank des Bürgermeisters an Leiterin und Personal gipfelte in der Aussage: "Wir sind froh, dass wir euch haben."

Erhöhter Pflegebedarf

In die oberste Etage des ehemaligen Krankenhauses ist für zehn Jahre die Regens-Wagner-Stiftung aus Michelfeld eingezogen. Im Namen seiner 25 Mitarbeiter hieß Andreas Uschold die SPD-Politiker in der Außenstelle willkommen und führte sie durch den neu gestalteten Wohntrakt für die 26 psychisch kranken Bewohner mit erhöhtem Pflegebedarf. Fritz Betzl brachte seine Hochachtung dem Pflegepersonal gegenüber zum Ausdruck. Anerkennung kam von Lehr für die Beteiligung von Regens-Wagner am Bürgerfest.

Für "366 Tage Einsatz für ältere Mitbürger, die hier bestens versorgt sind", bedankte sich der Bürgermeister im BRK-Seniorenheim. Als äußeres Zeichen der Wertschätzung zogen die "Roten" auch hier Sekt und Kaffee aus ihrem Gepäck. Leiterin Manuela Schusser bedankte sich bei Lehr für die stete Hilfe und Unterstützung. Für das Jahr 2017 erwartete sie viel Neues, was den Wechsel von Pflegestufen zu Pflegegraden betrifft. Erfreut zeigte sie sich über das Ende der Grippewelle: "Gestern feierten wir erstmals wieder einen Gottesdienst."
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