23.05.2017 - 15:08 Uhr
Oberpfalz

Mountainbike-Gruppen der Eschenbacher Schulen trainieren für Regionalentscheid Heil über Palette und Stein

Die heutige Jugend sitzt doch nur noch vor dem Computer - dieses Vorurteil macht regelmäßig die Runde. Doch dass es auch anders geht und die Schule daran sogar einen wichtigen Anteil haben kann, beweisen die beiden Mountain-Bike-Arbeitsgruppen am Gymnasium und an der Markus-Gottwalt-Schule in Eschenbach.

Beim Hinderniss-Parcours ist Geschicklichkeit gefragt. Doch mit Übung stellen auch die Holzpaletten kein Problem für die Schüler dar. Bild: edo
von Autor EDOProfil

Angeleitet von den Lehrern Christoph Renner und Martin Schmid brechen die Schüler nahezu jede Woche mit dem Rad zu Touren. Dabei loten sie beim Sport die eigenen Grenzen aus "Bei steilen Abfahrten gibt es zum Beispiel immer eine Vor- und Nachbesprechung", erzählt Schmid. Dabei stellen sich die Teilnehmer bewusst die Frage: "Wie komme ich da heil runter?" oder "Wie hätte ich die gefährliche Stelle besser fahren können?". So lernen sie einerseits, nicht zu übermütig zu sein und erlangen andererseits mehr Selbstvertrauen.

Mehr Kontrolle über sich

Auch die Sozialkompetenz werde bei den gemeinsamen Ausfahrten gefördert, da es ohne gegenseitige Rücksichtnahme nicht funktioniere. "Mountainbikefahren", fasst Schmid zusammen, "verlangt von Schülern ein hohes Maß an Selbsteinschätzung und Kontrolle in Situationen außerhalb der gewohnten Komfortzone." Und das kommt bei den Jugendlichen gut an: Viele Schüler bleiben dafür extra einen Nachmittag länger in der Schule. Damit sich das Training auch gelohnt hat, treten die sechs Eschenbacher Teams am Mittwoch, 24. Mai, beim Regionalentscheid in Sulzbach-Rosenberg an - gegen Vertreter anderer Schulen aus der Oberpfalz sowie Mittel- und Oberfranken. Bei dem Wettkampf geht es um Geschwindigkeit auf der Rennstrecke und Geschicklichkeit: Auf der Stelle stehen, Paletten überspringen oder einen schmalen Balken überfahren.

Einen großen Dank zollt Renner dabei auch Jürgen Koller von der Wirtschaftsschule Eschenbach, der den gemeinsamen Fahrrad-Pool von Gymnasium und Wirtschaftsschule betreut. Für die Flotte der Mittelschule hatte sich Schmid engagiert. Beide geben jedoch zu verstehen: Ohne Sponsoren wäre das niemals möglich gewesen. "Besonders lobenswert ist die Unterstützung der Elternbeiräte und des Fördervereins der Mittelschule", sagt Schmid. Ferner übernehme auch der Schulverband Kosten für die Anschaffung neuer Räder und Ersatzteile.

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