03.07.2017 - 19:04 Uhr
Oberpfalz

Neuer Leiter für Eschenbacher Inspektion Heimspiel für Werner Stopfer

Werner Stopfer leitet Eschenbacher Inspektion

Werner Stopfer.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Eschenbach. (wüw) Wenn man in den vergangenen Wochen Polizisten oder Kommunalpolitiker nach einem Wunschnachfolger für Reiner Striegl befragt hat, bekam man immer die selbe Antwort: "Gut wäre, wenn es der Stopfer Werner macht." Seit Montag ist offiziell, dass das Polizeipräsidium das ebenso sieht. Per Pressemitteilung erklärte die Behörde, dass bei der Verabschiedung Reiner Striegls am Freitag Werner Stopfer als Nachfolger vorgestellt wird.

Inoffziell hat Stopfer den Posten schon seit Ende April inne, als der bisherige Dienststellenleiter erst seinen Resturlaub nahm, um dann ab Juni in den Vorruhestand zu treten. Seit 1. Juli ist Stopfer offiziell mit der Leitung der Eschenbacher Inspektion betraut. "Es freut mich sehr", kommentiert der 53-Jährige die Berufung. "Für mich ist es ein Heimspiel." Als Grafenwöhrer kenne er die Region und viele Menschen hier. "Ich bin überzeugt, dass mir das bei der Arbeit hilft."

Das Heimspiel begann 2011. Nach der Auflösung der Polizeidirektion Weiden wechselte er als Stellvertreter nach Eschenbach. "Für mich war das eine Umstellung", erinnert er sich an die Eingewöhnung. In Weiden war er hauptamtlich Pressesprecher, als stellvertretender Inspektionsleiter sahen Stopfers Aufgaben anders aus. Allerdings hat der Polizeihauptkommissar Erfahrung, sich in neue Aufgaben einzuarbeiten, schon seit er im September 1981 in Würzburg in den Polizeidienst eintrat. Obwohl in Würzburg angestellt, verbrachte er viel Zeit in der Oberpfalz: "Wir waren oft in Wackersdorf." Das bliebt auch nach dem Wechsel zum Unterstützungskommando in Nürnberg so. Dort half Stopfer als Mann der ersten Stunde beim Aufbau der neuen Einheit. "Wegen der vielseitigen Einsatzlagen war das eine interessante Zeit."

Anschließend zog es Stopfer in die Heimat zurück. In Grafenwöhr baute er sein Haus, deshalb ergriff er 1989 die Chance, an die neue Abteilung der Bereitschaftspolizei Sulzbach-Rosenberg zu wechseln. Auch hier war Stopfer beim Aufbau der neuen Einheit eingebunden. 1997 folgte dann der Wechsel nach Weiden. Hier war er Jugendkontaktbeamter und Pressesprecher.

Neben seinen regulären Aufgaben bildete sich Stopfer weiter und übernahm Zusatzaufgaben. Unter anderem ist er Diskussionsbeamter, war in dieser Funktion häufig bei Fußballspielen und anderen Veranstaltungen, um kritische Situationen im Gespräch zu entschärfen. Noch heute gibt es in Weiden jährlich den Boxenstopp. Diese Infoveranstaltung hat Stopfer mitinitiiert. "Vermutlich muss ich solche Zusatztätigkeiten etwas zurückschrauben", sagt Stopfer. Mit der Sanierung der Inspektionsgebäude in Eschenbach wartet auf den neuen Chef eine große Baustelle - im Wortsinn.

Privat lebt Stopfer mit seiner Roswitha in Grafenwöhr. Die beiden haben zwei erwachsene Töchter. Seine Freizeit nutzt Werner Stopfer vor allem für den Sport. Außerdem ist er in Grafenwöhrer Vereinen aktiv, unter anderem als zweiter Vorsitzender der Wolfgangsiedler.

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