10.07.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Neues Baugebiet Esperngasse mit 31 Parzellen

Bauinteressenten wird es mit Sicherheit freuen. Die Stadt weist ein Baugebiet mit 31 Parzellen aus.

von Walther HermannProfil

Den Dank der Fraktionen erntete Bürgermeister Peter Lehr in der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Anlass war der Tagesordnungspunkt "Vorberatung des Bebauungsplans Esperngasse Ost". Dazu erklärte Lehr: "Nach umfangreichen und zeitaufwendigen Gesprächen und Verhandlungen wurde in Kooperation Stadt und Katholische Kirche ein Stadtentwicklungspaket geschnürt, das für die beteiligten Parteien von großem Vorteil ist und die Kommune weiter voran bringen wird."

Lehr informierte, dass die Pfarrei St. Laurentius das bisherige Pfarrheim veräußern wird, um es für wohnwirtschaftliche Zwecke umbauen zu lassen. Der Abbruch des alten Feuerwehrhauses steht bevor. Das Stadtoberhaupt kündigte an, dass es im September letztmals für eine Veranstaltung des Kirwa-Vereins genutzt werden kann. An seiner Stelle wird ein neues Pfarrheim entstehen.

Besonders für die Zuhörer sorgte seine Nachricht für Überraschung: "Die Stadt Eschenbach erhält die Flurnummer 522 von der Pfarrei zum Zwecke der Erweiterung des Baugebiets Esperngasse Ost." Die Auslegung eines gültigen Bebauungsplans kündigte Lehr für Ende Juli an. Nach Abschluss des Anhörungsverfahrens sollte der Plan bis Ende dieses Jahres rechtskräftig sein. Für Januar 2018 sieht die Verwaltung die Ausschreibung der Bauarbeiten vor, die "in maximal drei Monaten abgeschlossen sein sollten".

Mit einem Planentwurf stellte Günther Lenk das Vorhaben vor. Das neue Baugebiet soll eine Anbindung an Esperngasse und Friedhofsweg erhalten. In der Größe der Parzellen zwischen 550 und 1 200 Quadratmetern sieht der Architekt eine "gute Mischung". An den Friedhof angrenzend enthält sein Plan eine Ausgleichsfläche, die auch einmal für eine Friedhofserweiterung genutzt werden kann. Vorgesehen hat er auch ein Regenrückhaltebecken im Bereich des Friedhofswegs. Großen Wert legt er darauf, dass das Baugebiet mit einem zentralen Kreisel, zwei Wohn- und zwei Spielstraßen nur Anliegerverkehr und keinen Durchgangsverkehr erhält.

"Wir wollen den Bauherren möglichst viel Spielraum belassen", versicherte Lenk. Er sprach daher von keinen vorgegebenen Dachformen und keinem vorgegebenen Garagenort. Damit könnten zeitraubende und mit Kosten verbundene Änderungswünsche vermieden werden. Für erforderlich hielt er jedoch maximale Vorgaben für Wandhöhe und Dachneigung. Entlang der nördlichen Friedhofsmauer sieht sein Plan einen Parkstreifen vor.

Marcus Gradl (CSU/ÜCW) sah in der Vorstellung Lenks einen "sehr gelungenen Plan". Gut befand er auch die vorgesehenen Sackgassen. Als Jugendbeauftragte Karolina Forster auf die Notwendigkeit eines Spielplatzes verwies, zeigte Lenk auf den südlichen Teil der Ausgleichsfläche, auf der ein Spielplatz mit etwa 600 Quadratmeter Nutzfläche entstehen soll. Ein "Dank an Peter, der hartnäckig geblieben ist", kam von Fritz Betzl (SPD). Er hielt es für angebracht, "für eine richtige Entscheidung länger abzuwarten und dann nach ursprünglich acht vorgesehenen Parzellen 31 Bauplätze zu schaffen".

Während der allgemeinen Aussprache kamen von den Stadträten Einzelanregungen, auch zu einer kleinen Änderung des Wendehammers. Als Korbinian Dunzer (ÜCW) nachfragte, ob neben der Anbindung an bestehende Esperngasse und Friedhofsweg auch an eine Anbindung an die Grafenwöhrer Straße gedacht ist, hielt ihm Hans Bscherer vor: "Ihr seid schuld daran, dass dies nicht möglich ist." Beim Bau der Spange Ost wäre die Grafenwöhrer Straße zur Ortsstraße umgewidmet worden.

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