Norditalienische Schüler zu Gast in Eschenbach
Hausmannskost statt Cucina Italiana

14 Jahre Tradition: Das Gymnasium Eschenbach pflegt den Kontakt zum Liceo di Leno. Für eine Woche sind die Zehntklässler aus Italien zu Gast bei den Eschenbacher Schülern. Bild: gsb

Benvenuto in Neustadt: 21 Mädchen und ein Junge aus Italien folgten der Einladung von Landrat Andreas Meier in die Schlosskapelle in Neustadt. Der Schüleraustausch zwischen Eschenbach und Leno, das südlich des Gardasees liegt, findet bereits zum 14. Mal statt. Unter dem Fresko der Lobkowitz-Kapelle hieß stellvertretender Landrat Albert Nickl die Gäste willkommen. Die Deutschlehrerinnen Aloisia Puintner und Luciana Ragazoni begleiteten die Jugendlichen. Der Austauschkoordinator und Italienischlehrer in Eschenbach, Werner Dobmeier, unterstützte sie dabei.

Nach einer zehnstündigen Busfahrt hatten die Zehntklässler die Stadt Eschenbach erreicht. Ein kleines Stück bayerische Kultur durften sie schon kennenlernen, der erste Ausflug am Vortag ging nach Nürnberg. Neben kleineren Fahrten wie zu Hueck Folien in Pirk stehen Regensburg und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg auf dem Programm.

Wettertechnisch zeigt sich Deutschland bisher nicht gerade von seiner besten Seite. Das stört die Teenager aber weniger. Aufregend ist es, mit 15 oder 16 Jahren ohne Eltern in einem anderen Land zu sein. Auch wenn man natürlich eine Tauschfamilie hat. Noemi ist eine der italienischen Schülerinnen. Der Alltag in einer deutschen Familie ist ihr vertraut. In Italien sei es genauso. Familie ist Familie. "Ich vermisse Italien schon, aber hier ist es auch ganz schön", sagt Noemi. Was genau schön an Bayern sei? "Die Schulen." Besonders beliebt sind das Schwimmbad an der Eschenbacher Schule, die Mensa und der freie Samstag. Am Liceo di Leno, wie auch im Rest Italiens, müssen die Gymnasiasten auch samstags ran. Dafür gibt es keinen Nachmittagsunterricht.

Seit drei Jahren lernen die Mädchen und der Junge dort Deutsch. Zudem Englisch als erste Fremdsprache und entweder Spanisch oder Französisch. Insgesamt sprechen die Schüler also vier Sprachen. Da kann man schon mal über die Grammatik oder die Vokabeln stolpern. "Die Artikel im Deutschen sind schwierig. Es gibt drei statt zwei. Und es heißt zum Beispiel "il sole" (männlich) aber "die Sonne"(weiblich)," merkt die 16-Jährige Sara an. Nach einer Woche geht es für sie wieder zurück nach Leno. Im April besuchen dann die deutschen Schüler ihre Austauschpartner. Übrigens sind auf der Seite der Eschenbacher ebenfalls 21 Mädchen und ein Junge am Programm beteiligt. Eine perfekte Fügung also.
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