25.08.2017 - 14:26 Uhr
Oberpfalz

"Optimal für Ferienfreizeit"

Auch das Zubereiten von Steckerlbrot gehörte zu den vielen Aktivitäten, die Learning Campus während der Ferien anbot. Für die Kinder war während der Aktionen Langeweile ein Fremdwort. Bild: rn
von Walther HermannProfil

281 Kinder nahmen am Standort Eschenbach an der dreiwöchigen Ferienfreizeit 2017 von Learning Campus (LC) teil. Das 2010 von Bürgermeister Peter Lehr in die Rußweiherstadt geholte Ferienangebot wurde erneut zu einem Erfolgserlebnis.Ursprünglich ausgehend von Kemnath haben sich die Learning-Campus-Ferienaktivitäten nach Eschenbach auch auf die Standorte Tirschenreuth und Burg Hohenberg ausgedehnt. Insgesamt 720 Kinder beteiligten sich an der Ferienfreizeit 2017. Sie belegten zusammen 841 Wochen. Der Standort Eschenbach hat in den vergangenen Jahren eine hohe Anziehungskraft entwickelt.

Die hier in diesem Jahr von 42 LC-Mitarbeitern betreuten Kinder kamen auch aus Altenstadt, Auerbach, Baiersdorf, Erbendorf, Grafenwöhr, Kirchenthumbach, Mantel, Neustadt am Kulm, Neustadt/WN, Parkstein, Pirk, Pressath, Schirmitz, Schlammersdorf, Speinshart, Störnstein, Sulzbach-Rosenberg, Vilseck, Vorbach, Weiden und Weiherhammer. Für rund 40 Kinder hatten die Eltern sogar zwei Wochen Erlebniszeit gebucht. Nur vereinzelt blieben die Kinder drei Wochen am Standort Eschenbach. Den Transport übernahmen Großbusse der Firma Göttel und Kleinbusse von Taxi Priebe. An seinen vier Standorten setzte Learning Campus in diesem Jahr 97 Betreuer ein.

Zu den Leistungen des legendären und kunterbunten Sommerferienangebots zählten ein erlebnispädagogisches Programm, Betreuung durch qualifizierte Mitarbeiter, Tagesverpflegung mit Getränken und auch der Transport während der Aktivitäten. Allein für Eschenbach lieferte die Firma Schinner (Kemnath) mehr als tausend Verpflegungsportionen. Der Feinkosthändler Akdemir Servet (Pressath) versorgte regelmäßig mit Obst. Themen wie "Gaukler & Vagabunden", "Piraten unter sich", "Mittelalter hautnah", "Baumeister gesucht: erbaue und erlebe deine Stadt", "Jäger des verschollenen Schatzes", "Mittelaltercamp", "Kanucamp" oder "Mythbuster: Geht nicht, gibt's nicht" zeugten von der Vielseitigkeit des Gesamtprogramms. Eine der Eschenbacher Gruppen machte sich sogar nach einem Aufenthalt auf der Burg Hohenberg an der Eger auf eine abenteuerliche Rucksacktour durchs Fichtelgebirge mit Übernachtungen in Hütten.

"Wir erhielten sehr positive Rückmeldungen der Eltern", berichtet Dr. Benjamin Zeitler. Die Eltern zeigten sich froh darüber, dass es die Ferienfreizeit gibt, "da sonst viele während der Zeit der Schulferien die Betreuung nicht schultern könnten". Für die nächsten Wochen kündigt Zeitler die Auswertung der jüngsten Elternbefragung an. Ausdrücklich bedankte er sich beim Sportclub für die Zusammenarbeit und die Nutzungsmöglichkeit aller Räume. "Durch gute Absprachen konnte der Sportclub die Räumlichkeiten an Wochenenden oder nach 17 Uhr für eigene Veranstaltungen nutzen", versichert der LC-Geschäftsführer. Learning Campus sei sehr froh über die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten, die "optimal für die Ferienfreizeit geeignet" seien.

Hintergrund

Großer Zuspruch zeigt großen Bedarf

Eschenbach. (rn) Das Beispiel Kemnath nahm Bürgermeister Peter Lehr zum Anlass, in der Stadtratssitzung vom 28. Januar 2010 dem Diplomsozialpädagogen Stefan Müller die mögliche Ferienfreizeit 2010 vorstellen zu lassen. In ersten Reaktionen bekundeten die Fraktionen Zustimmung zu dessen Betreuungsmodell. Bei einer Gegenstimme nahm der Stadtrat das Angebot der damaligen Extra-Touren GbR an, das für die Zeit vom 9. bis 20. August für Kinder ab fünf Jahren "eine ganztägige pädagogische Ferienfreizeit mit Mittagsverpflegung" zusicherte. Gleichzeitig wurde vereinbart, die Hälfte der anfallenden Kosten zu übernehmen.

Dieser Beschluss gilt auch heute noch. Als die Ferienfreizeit am 2. März 2011 erneut auf der Tagesordnung einer Stadtratssitzung stand, resümierte Lehr: "Die Ferienfreizeit 2010 und der nicht erwartete große Zuspruch zeigt den großen Bedarf für diese Betreuungsmöglichkeit bei jungen Familien auf." Anlässlich der kürzlichen Besichtigung der Räumlichkeiten der Offenen Ganztagsschule erfuhr auch Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch von der Ferienbetreuung durch Learning Campus. "Dies alles steigert die Attraktivität der Stadt für junge Eltern", zeigte er sich überzeugt.

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