07.03.2018 - 20:00 Uhr

Pächter klagt über Sachbeschädigungen am Netzaberg - Mit Schwarzwild viel zu tun Vandalen suchen Jagdkanzeln heim

Gut 4500 Euro gab die Jagdgenossenschaft im vergangenen Jahr für den Wegeunterhalt in der Eschenbacher Flur aus. Dies erfuhren die Eigentümer land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke in der Jahresversammlung im Gasthof "Weißes Roß".

von Walther HermannProfil

"In Sachen Jagdkataster hat sich etwas bewegt", berichtete Jagdvorsteher Georg Karl. Er sprach von Aktualisierungen und deutete die Möglichkeit zum künftig preisgünstigeren Erwerb an. Auch informierte er über die Maßnahmen zum Erhalt der Flurwege wie Mulchen und Abbaggern. Schatzmeister Richard Ficker ordnete in seinem Bericht die Anteile des Kassenstandes zum 31. Dezember 2017 den Gemeindeteilen zu.

"Wir haben den Rehwildabschuss erfüllt", verkündete Martin Gottsche. Der Pächter des Jagdbogens II Thomasreuth-Netzaberg räumte ein, dass der Rotwildabschuss aus "verschiedenen Gründen" nicht ganz erfüllt worden sei und die Hauptwildart Schwarzwild mit ihrem "Katz- und Mausspiel" die Jäger sehr beschäftige.

Gottsche versicherte, dass die Waidmänner diesen Schädlingen von Wiesen, Saat und Mais engagiert auf den Pelz rücken. Es sei gelungen, deren Umtriebe zum Truppenübungsplatz hin einigermaßen in Grenzen zu halten. Im Gegensatz dazu gebe es im Nordteil des Reviers größere Rotten. "Das Engagement bei den Nachbarn lässt zu wünschen übrig", folgerte er daraus. Für Niederwild, insbesondere für Rebhühner, meldete der Jagdpächter Deckungsbedarf und Samennahrung an. Er appellierte daher an die Verantwortlichen, "wenn die erste Blume blüht, nicht gleich mit dem Mulcher zu kommen, sondern etwas heranwachsen zu lassen". Positiv wertete er die Kommunikation zwischen Jagdgenossen und Jägern. "Wir kommen gut aus, wir sind für euch da", erklärte er.

Wenig erfreulich und frustrierend beurteilte Gottsche dagegen die Situation in der Umgebung des Ortsteils Netzaberg. Er sprach von Vandalismus, wie "immer wieder zerstörten Jagdkanzeln", und ordnete die gefährlichen Untaten bestimmten Bevölkerungskreisen zu.

Toni Ackermann schloss sich den Ausführungen an. Er befasste sich mit den Witterungsproblemen des vergangenen Jahres und bedankte sich für die Mithilfe der Jagdgenossen des Jagdbogens I Breitenlohe durch gute Information und Beiträge zum Anlegen von Wildäckern. "Den Reh- und Rotwildabschuss haben wir nicht ganz erfüllt", teilte er mit.

Übereinstimmung herrschte unter den Jagdgenossen, dass Raubvogelschutz und Heckenschnitt zulasten von Rebhuhn, Fasanen und Junghasen gehen. Einig waren sie sich auch darüber, den Jagdpachtschilling 2018 wieder für Wegebau zu verwenden.

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