28.03.2018 - 20:00 Uhr

Partnerschule aus Marienbad besucht Markus-Gottwalt-Schule Deutsch-Tschechische Ostern

Kaiserwald grüßt Rauhen Kulm. Marienbad grüßt Eschenbach. "Kleeblatt" grüßt Markus Gottwalt. Die Grundschüler der Partnerschule Zakladni Skola ("Kleeblatt"-Schule) aus Marienbad sind zu Gast.

von Walther HermannProfil

Eschenbach/Marienbad. "Oberpfalz und Egerland Hand in Hand" - an diesen Leitspruch der Nordgautage erinnern die Aktivitäten der Markus-Gottwalt-Schule (MGS) mit Schulen in Eger und Marienbad. Rektor Wolfgang Bodensteiner, der vor seiner Versetzung nach Eschenbach bereits Kontakte in die Nachbarregion pflegte, bewegt sich mit Dana Pflaum, der Koordinatorin des Arbeitskreises "Zusammenarbeit deutsch-tschechischer Schulen", auf den Spuren von Kaiser Karl IV. Nach der besiegelten Partnerschaft mit der 4. Grundschule Eger, fand in der MGS eine erste Begegnung mit Schülern der "Kleeblatt"-Schule aus Marienbad statt.

In der Aula hieß Bodensteiner die jungen Gäste mit Direktorin Lucie Strakova willkommen. Zum Empfangskomitee hatten sich Schulrätin Elisabeth Junkawitsch und Schulsozialarbeitern Maria Rübe-Hitzinger gesellt. Der Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Tschechisch" hießen ihre Gäste mit dem Lied "Dobry den, dobry den" (guten Tag) willkommen. "Wir haben vieles gemeinsam, auch was das Fest in wenigen Tagen betrifft", zeigte sich der Schulleiter überzeugt und gebrauchte die Bezeichnung "Ostern" für Deutschland und "Große Nacht" für Böhmen. Er kündigte das Vorstellen der jeweiligen Bräuche nach dem Basteln von Osternestern an.

Dazu begaben sich gemischte Schülergruppen in Klassenräume, wo ihnen die Lehrkräfte Gabriele Stöckl und Angelika Haberberger markierte Kartonblätter, Scheren und Klebstoff übergaben. Durch Schneiden, Falten und Kleben entstanden Osterkörbchen, die mit Namen versehen wurden. Zurück in der Aula wandten sich die Marienbader in breiter Front den Eschenbachern zu und berichteten über Osterbräuche und überlieferte Vorhersagen.

Mitgebracht hatten sie Ratschen für die Umzüge ab Gründonnerstag, wenn "die Glocken nach Rom geflogen" waren. Den Karfreitag kannten sie als Fasttag. Während sie von "Judas"-Backwaren erzählten, verteilte Strakova Gebäck. "Am Weißen Sonntag, an dem stets eine Kerze aufgestellt wird, erhalten die Kinder neue Kleidung", berichteten sie stolz. Sie hatten Weisheiten parat: "Ist's am Gründonnerstag weiß, folgt ein warmer Sommer", "Ist's am Karfreitag verregnet, hat das gesamte Jahr Durst", oder "Zu Ostern schönes Wetter, folgt eine große Ernte". Lenka Uschold, Tschechisch-Lehrerin an der MGS, fungierte als Dolmetscherin. Die deutschen Schüler bemalten ordneten das Backen von Osterhasen oder -lämmchen, Gestalten der Osterkerze, Verstecken von Osternestern oder -körbchen und Verspeisen von geweihten Eiern und Schinken nach der Osterfeier dem Brauchtum zu. Währenddessen hatten Lehrkräfte die gebastelten Osterkörbchen der Schüler gefüllt und für eine Suchaktion versteckt.

Nach einem Imbiss wechselte das Geschehen in die Turnhalle. Dort wurden Osterruten gebunden und geschmückt. Bewegungsspiele mit Eierlauf bildeten den Abschluss der ersten Schnupperbegegnung.

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