05.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Polizei und Gebietsverkehrswacht informieren Autofahrer über Straftaten auf ... Unfallflucht: Kein Kavaliersdelikt

"Parkrempeln" mit Unfallflucht ist eine Straftat: Polizei und Gebietsverkehrswacht wandten sich am Mittwoch mit der Aktion "Polizei-Verkehrswacht, Hand in Hand" an Autofahrer, die insbesondere auf Supermarkt-Parkplätzen in Eschenbach, Grafenwöhr und Pressath unterwegs waren.

Franz Pecher (von links), Horst Rozinski, Christian Simon, Walter Schäffler und Hans Bscherer verteilten Flugblätter zum Thema "Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt". Bild: rn
von Walther HermannProfil

Für die Aktion stark machten sich stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion (PI) Eschenbach, Hauptkommissar Walter Schäffler, der Mitarbeiter für Verkehr und Verkehrserzieher, Hauptkommissar Christian Simon, und seitens der Verkehrswacht Vorsitzender Hans Bscherer, Geschäftsführer Horst Rozinski sowie Beirat Franz Pecher. Mit Nachdruck verwiesen sie darauf, dass Schäden, die beim Aussteigen, Ausparken oder mit Einkaufswagen entstehen und nicht gemeldet werden, den Tatbestand der Unfallflucht erfüllen.

Parkrempeln mit Unfallflucht ist eine Straftat und kann mit Haftstrafen geahndet werden, gab Schäffler zu bedenken: "Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt." Auch wenn die Gründe dafür von Bequemlichkeit über höhere Versicherungsprämie bis zum Vertuschen einer anderen Straftat wie Alkohol am Steuer reichten, rief er dazu auf, Beobachtungen der Polizei zu melden.

Von 107 Unfallfluchten im Jahr 2017 im Bereich der PI sprach Christian Simon. Er bedauerte die umständebedingte niedrige Aufklärungsquote von nur 40 Fällen. Auf das Städtedreieck bezogen lauteten seine Unfallflucht-Zahlen: Eschenbach 27 (aufgeklärt 13), Grafenwöhr 41 (13), Pressath 24 (8). "Um dem Phänomen Unfallflucht beizukommen, hat die Polizei mit der Verkehrswacht die Aktion ,Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt' entwickelt", erklärte er. Um das Engagement aufmerksamer Zeugen zu honorieren, sei die PI dazu übergegangen, sich bei Hinweisgebern, die zur Klärung einer Unfallflucht beigetragen haben, zu bedanken.

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