Rauschgiftdelikte haben 2016 im Bereich der Polizeiinspektion Eschenbach stark zugenommen
„Pulverfass“ in Schach halten

Bei ihrem traditionellen Silvesterbesuch dankte die SPD-Delegation um MdB Uli Grötsch und MdL Annette Karl (vorne, Dritter und Zweite von rechts) den Beamten der Polizeiinspektion Eschenbach für ihre Arbeit. Stellvertretender Dienststellenleiter Werner Stopfer (rechts) informierte die Besucher , MdL Annette Karl,, StRin Karolina Forster, Werner Walberer, Peter Lehr, Jürgen Kürzinger, StR Franz Fuchs. über Herausforderungen über Herausforderungen und Besonderheiten in der Fallstatistik. Bild: rn

Enorm zugenommen haben im Bereich der Polizeiinspektion Eschenbach die Rauschgiftvergehen. Beim traditionellen Silvesterbesuch der SPD versicherte stellvertretender Dienststellenleiter Werner Stopfer der Delegation: "Unsere dafür geschulten Kollegen nehmen sich dieses Problems besonders an und werfen bei Kontrollen ein Augenmerk auf diesen Personenkreis."

Stopfer empfing die SPD-Politiker zu einer lockeren und sehr informativen Gesprächsrunde. Mit dabei waren Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch und Landtagsabgeordnete Annette Karl, die Bürgermeister Peter Lehr, Werner Walberer (Pressath) und Jürgen Kürzinger (Kirchenthumbach), die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion und Ortsvorsitzender Thomas Ott. Stopfer berichtete ihnen von einem enormen Anstieg der Straftaten im Inspektionsbereich im Jahr 2016 nach einem Rückgang in den vergangenen Jahren: "Wir sind zurück beim Niveau 2013."

Für Video-Überwachung

Die Zugriffe bei der Rauschgiftbekämpfung hätten dazu beigetragen, das "Pulverfass" in Schach zu halten und den Handel durch stete Kontrollen zu stören, teilte der Hauptkommissar mit. Als Schwerpunkt hier sei die Alte Amberger Straße in Grafenwöhr bekannt. Bei Körperverletzungen bescheinigte er der Video-Überwachung "positive Auswirkung": "Die Politik sollte sich Gedanken über eine vermehrte Video-Überwachung machen. Sie ist ein gutes Instrumentarium zur Abschreckung."

Eine "erfreuliche Tendenz" sah Stopfer beim Straßenverkehr und führte dies auf das Verkehrssicherheitsprogramm der Staatsregierung zurück: "Wir hatten 2016 keine Verkehrstoten." Außerdem ging er auf die beiden spektakulären Einsätze im März und April - Beilattacke in Pressath und schwerer Raub in Grafenwöhr ein - und belegte an einem Beispiel, wie wichtig bei Einbruchdelikten verbesserte rechtliche Zugriffsmöglichkeiten wären.

In MdB Uli Grötsch, ehemaliger Bediensteter der Grenzpolizei Waidhaus, hatte der Hauptkommissar einen kompetenten Gesprächspartner. "Schengen beschäftigt uns ständig", gestand der Besucher aus Berlin und sprach Sicherheitsprobleme mit angrenzenden Ländern an. Grötsch vermisste ein konsequentes Ausnutzen von DNA-Analysen, die Rückschlüsse auf Geschlecht, Alter, Größe und Haare zulassen. "Es war höchste Zeit, dass das Bayerische Innenministerium auf die Sprünge gekommen ist und die Polizeiinspektion Eschenbach personell ausgestattet hat", sagte er. Generell wünschte er sich, dass Polizeibeamten im Dienst mehr Respekt entgegengebracht wird.

25 Beamte als Ausbilder

"Die SPD hatte sei Jahren eine Personalerhöhung gefordert", ergänzte Annette Karl. Sie beleuchtete die Auswirkungen der Neueinstellungen bei der bayerischen Polizei und sprach von 25 Beamten, die zur Ausbildung junger Kräfte von Dienststellen der Oberpfalz abgezogen wurden. Fritz Betzl interessierte sich für den Soll-Ist-Personalbestand in der Dienststelle. Stopfer sprach von keinen wesentlichen Fehlbeständen und wies darauf hin, dass erhöhte Einstellungszahlen zunächst mit Ausbildungszeiten verbunden sind. "Die Überstunden halten sich in Grenzen; sie liegen bei etwa 30 bis 40", erfuhr die Besuchergruppe.

Stand 1956Werner Stopfer informierte die SPD-Delegation auch über die Sanierungsarbeiten an der ehemaligen Fronfeste/Gefängnis. Dabei dankte er Annette Karl für ihre Mithilfe zur Finanzierung der Maßnahme.

Der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion (PI) hielt es für erforderlich, dass nach der Außen- auch schnellstmöglich die Innensanierung angegangen wird. Er sah darin die Voraussetzung für zwei Maßnahmen: die Nutzung durch die PI und die dann mögliche Innensanierung des derzeitigen Dienstgebäudes. "Der Bau, in dem wir uns hier befinden, wurde zwar optimal außensaniert, stammt mit all seinen Innenanlagen und sehr beengten Raumverhältnissen jedoch aus dem Jahr 1956", beklagte er. (rn)
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