Seniorenclub muss Küche verkaufen

Letztmals im Pfarrheim feierten die Mitglieder des Seniorenclubs Erntedank. Der Umzug zum "Dammbauern" steht kurz bevor. Bild: rn

Mit Gottesdienst, Speisen und Gesang beging der Seniorenclub Erntedank. Der weltliche Teil fand letztmals im Pfarrheim statt: Der Umzug zum "Dammbauern" steht bevor.

Beim Gottesdienst in der Pfarrkirche gedachten die Senioren ihrer Verstorbenen des vergangenen Jahres. Auf den Stufen vor dem Altar lag ein Tuch, auf dem Bilder an die ehemaligen Mitglieder erinnerten. Im Clubraum empfing die Gemeinschaft bereits der Duft frischer Kartoffelsuppe. Sie wurde serviert mit Wiener Würstchen. Von den Kochkünsten des Seniorenclubteams waren auch die beiden Geistlichen Jeschner und Paul begeistert. Bereits nach kurzer Ratschpause setzten sich die Gaumengenüsse mit Kaffee und Apfelkuchen fort.

"Das Singen ist in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen", verkündete Clubleiterin Maria Förster. Die Kirchenchorsängerin stimmte nach dem Verteilen der Gesangsmappe ein "Lied mit Bewegung" an. Weil die "Erdäpfelsuppn" angeblich aber so schwer im Magen liegt, wollte sie es nur als Schunkellied verstanden wissen. Angesagt war ein umgetextetes Volkslied mit der Lobpreisung: "Das Essen war herrlich, das Essen war gut ... Holladiria, Holladio ... da wackelt die Wand". Begeistert stimmte der Chor mit vielen Alt- und einigen Bass-Stimmen nach weiteren Gesangseinlagen in die ebenfalls umgetextete Melodie "Lustig ist das Rentnerleben" ein. Bis dahin hatte das Helferteam bereits kleine Gläser mit der "Nachspeise" verteilt und Förster rief ein kräftiges "Prost!" aus.

Dem Festtag angepasst trug sie eine nachdenkliche Geschichte über den Erntedank vor, in dem die Hauptperson nach ursprünglicher Haltung gegen den Erntedank zu der Erkenntnis gekommen war: "Diese guten Leute haben mir gezeigt, was es heißt, dankbar zu sein."

Für Mittwoch, 8. November, kündigte Förster eine Fahrt zu Lebkuchen-Schmidt nach Nürnberg an (Abfahrt 12.30 Uhr). Wegen der künftig neuen Verwendung des Pfarrheimes muss die erst vier Jahre alte und nur wenig benutzte Küche des Seniorenclubs abgebaut und verkauft werden. Interessenten sollten sich bei ihr melden (Telefon 1475). "Ab Januar 2018 werden wir uns zu den monatlich beim Dammbauern gegenüber treffen", lautete ihre Botschaft für das neue Jahr. Zu den Monatsprogrammen räumte sie "vielleicht mehr Fahrten" ein.
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