28.09.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Sir Hans baut Childrens' Park Eschenbach aus

Halbzeit in Zubza: Hans Rupprecht zieht Bilanz über seine Hilfstätigkeiten in der Station der Don-Bosco-Salesianer im Nagaland.

Ehrengäste des "Teachers Day", wie Entwicklungshelfer Hans Rupprecht (Mitte) werden von den Schülern abgeholt und zum Sitzplatz begleitet. Für den besonderen Tag sind die Kinder in "Naga-Tracht" gekleidet. Bild: rn
von Walther HermannProfil

In seinem Bericht an die Heimat schreibt der Entwicklungshelfer viel von tief hängenden Wolken, Regen, Erdrutschen, die auf der Tagesordnung stehen, und Nachttemperaturen von "angenehmen" 22 Grad.

Vier Schwerpunkte hatte der Einsatz des Eschenbacher Entwicklungshelfers in den letzten Wochen. Die Einweisung in die mitgebrachten pädagogischen Spielsachen weitete er über den Kindergarten bis zur vierten Klasse aus. Nicht zu beschreiben sei die Begeisterung der Kinder, deren Hingabe mit zunehmendem Alter steige. "Die Lehrerinnen müssen sich jetzt absprechen, wer wann welche Spielsachen nutzen kann." Auch Kinder aus dem Nachbarort durften damit spielen. Der Kindergarten, die "Nursery", trägt jetzt den Namen "Little Feet Room". Eine Wandseite des Raumes verzierte Rupprecht mit einem großen Regenbogen, neben dem in Lebensgröße ein Schutzengel zu sehen ist, der ein spielendes Mädchen und einen Jungen beschützt.

Ein großes Anliegen ist ihm sein "Childrens' Park Eschenbach". Neue Geräte wurden eingebaut, alle erhielten einen neuen Farbanstrich. Auch kleine Schweißarbeiten waren erforderlich. Die Zeit, bis der Beton ausgehärtet, die Farbe trocken und der Spielplatz wieder geöffnet war, nennt Rupprecht eine "schwere Zeit für die Kinder".

Eine Neuheit sei der "Teachers' Day", bei dem die Kinder ein Programm mit Singen, Modenschau, Aufführungen und Tanzen gestalteten und die Lehrer als Ehrengäste mit Geschenken überhäuften. Es gab auch ein Basketballspiel der Lehrer gegen eine Schülerauswahl. Eine Besonderheit war es, dass eine Auswahl an Schülerinnen gegen die Lehrerinnen im Volleyball antrat. "Die beiden jungen Schwestern gaben sich selbst nicht die Blöße und spielten in ihrer Schwestern-Arbeitsschürze mit."

Insgesamt hätten die Salesianer, vor allem Pater Samuel, ein "besonderes Händchen beim Umgang mit den Kindern". Die Patres seien "Arbeitstiere", bei denen täglich ein Arbeitstag mit 16 bis 18 Stunden ansteht. Anzutreffen seien sie in den Reisfeldern, beim Holzspalten, Sport, Schulunterricht oder bei seelsorgerischen Tätigkeiten.

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Zubza-Projekts besucht Pater Samuel in der ersten Novemberwoche Eschenbach zur persönlichen Kontaktpflege. Messstipendien können bei Petra Rupprecht (Poststelle Markgrafen-Getränkemarkt) bezahlt werden.

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