22.10.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Stadtverband diskutiert Neue Zeiten fürs Bürgerfest?

Ein "Winterdorf 2017" am Backofen und die Überlegung, das Bürgerfest im nächsten Jahr schon am Samstag gegen 18 Uhr beginnen und am Sonntag um 20 Uhr enden zu lassen: Zwei große Themen beschäftigen den Stadtverband bei seinem Treffen.

von Walther HermannProfil

Der Gewerbeverein veranstaltet in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt - aus gesundheitlichen Gründen haben sich die Vorsitzenden dazu entschlossen. Bei der Vollversammlung des Stadtverbandes informierte Matthias Haberberger aber über das Vorhaben des Kulturausschusses der Stadt, als Alternative ein "Winterdorf am Backofen" anzubieten.

Dem Vorsitzenden schwebt dazu ein lockeres Zusammentreffen von 16 bis 21 Uhr rund um den Backofen vor. Er räumte ein, dass der Kulturausschuss bei dieser Veranstaltung auf die Hilfe der Vereine angewiesen ist und bat um Meldung bis 1. November, ob und mit welchem Stand (Essen, Getränke, Waren) eine Teilnahme zugesagt werden kann. "Je größer die Mitwirkung, umso schöner wäre das vorweihnachtliche Ambiente bei weihnachtlicher Musik, Kerzenschein, Fackeln und Feuertöpfen", betonte Haberberger.

Für den Sonntag vor Weihnachten sei jedoch, wie jedes Jahr, die Waldweihnacht der Kolpingfamilie angesetzt. Wegen einer damit verbundenen Terminüberschneidung regte sich Unmut in der Versammlung, und es gab eine rege Aussprache. Haberberger argumentierte, dass der Kulturausschuss für sein Vorhaben den üblichen Termin des Weihnachtsmarktes des Gewerbevereins, den 3. Advent, gewählt hatte. Da in diesem Jahr der Heilige Abend auf den 4. Advent fällt, ergebe sich ein "ungünstiges Zusammentreffen" von verschiedenen Veranstaltungen.

Dem aus der Versammlung kommenden Vorschlag, das "Winterdorf" auf Freitag oder Samstag vorzuverlegen, hielt Haberberger betriebliche Weihnachtsfeiern entgegen und meinte, dass Teilnehmer nach der zeitlich überschaubaren Waldweihnacht auch noch das "Winterdorf" besuchen könnten. Zudem räumte er ein, dass das "Winterdorf" ein einmaliger Versuch ohne Anspruch auf Wiederholung sein wird.

Auch das Thema Bürgerfest führte zu einer Diskussion. Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies hatte für den 29. Juli 2018 eine eintägige Veranstaltung auf dem Karlsplatz und für 2019 anlässlich "40 Jahre Bürgerfest" ein zweitägiges Fest angekündigt. Aus dem Kreis der Vereinsvorsitzenden kam der Vorschlag zu einer generellen Änderung der Feierzeiten. Da die Stände der Vereine im Laufe des Samstags aufgestellt werden, sollte das Bürgerfest an diesem Tag bereits gegen 18 Uhr beginnen. Als Motivation für die Jugend, die sich bisher nur bedingt vom Bürgerfest angesprochen fühle, kam der Vorschlag, an diesem Abend Schulbands auftreten zu lassen. Ein Ende der Veranstaltung am Sonntag gegen 20 Uhr hielten einige Vereinsvorsitzende für erstrebenswert. Als Grund nannten sie den Abtransport der Tische, Bänke und Schankstellen und den Abbau der Stände. Auf Nachfrage versicherte Bürgermeister Peter Lehr: "Seitens der Stadt sind wir flexibel und offen für diese Variante."

Dieter Kies griff den Vorschlag auf. Der Vorsitzende des Stadtverbandes sprach sich für einen Versuch im Jahr 2018 aus und rief zu Teilnahmemeldungen der Vereine bis zur Frühjahrsversammlung im April auf.

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