Streuobstvielfalt erhalten: Obst- und Gartenbauverein macht mit - Schnittaktionen
Altes Wissen in die Zukunft tragen

Ein gründlicher Pflegeschnitt ist nicht nur an den Bäumen auf der Streuobstanlage in der Hohen Straße erforderlich. Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins sowie Angehörige des Bauhofes helfen bei den teils mehrtägigen Aktionen zusammen. Bild: rn

Streuobstwiesen eine Zukunft geben: Diesem Ziel wird sich der Obst- und Gartenbauverein (OGV) in diesem Jahr verstärkt widmen. Er unterstützt damit den Kinder- und Jugendwettbewerb 2018 "Streuobstvielfalt, beiß rein!" des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege.

Nachholbedarf in Sachen Pflege haben einige vom Verein angelegte Streuobstanlagen. Deshalb startete er eine Schnittaktion, die im östlichen Teil des Mehrgenerationenparks begann. Zwei Tage lang legten Vorsitzender Hans Rupprecht und ein großer Helferkreis, unterstützt von Angehörigen des Bauhofes, Hand an, um den Obstbäumen wieder eine bestmögliche Entwicklungsgrundlage zu verpassen.

Zu einer weiteren Pflegeaktion ging es in den oberen Teil der Hohen Straße - die dortige Streuobstwiese wurde 1992 angelegt. Dabei räumte der Vorsitzende ein, dass es der Verein in diesem Jahr wohl nicht mehr schaffen werde, an allen Bäumen Hand anzulegen, auch wenn viele von ihnen "unansehnlich" seien.

Mit Blick auf den Wettbewerb erklärte Rupprecht, dass dieser den Kindern und Jugendlichen "den Wert von Streuobstwiesen verständlich und erlebbar machen" solle. Es gelte, junge Menschen für altes Wissen zu begeistern, das sie in die Zukunft tragen können. Als Grundlage dafür sieht er die umfangreichen Kenntnisse vieler erfahrener Mitglieder, die sie bei der Streuobstaktion generationenübergreifend weitergeben. "Durch gemeinsame Ernte und Verwertungsaktionen wollen wir zusätzlich die soziale Komponente herausstellen", betonte der Gartlerchef.

Der Verein sei dabei bemüht, viele Kinder für die Mitarbeit am Ökosystem Streuobstwiese zu begeistern und damit das Interesse an Zusammenhängen in der Natur zu wecken. Rupprecht wies etwa darauf hin, dass "Fallobst und Laub dem Igel Nahrung und Überwinterungsmöglichkeit bieten. Und in den Rindenritzen können sich unzählige Insektenarten zum Überwintern zurückziehen".
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