Taxi Renner nahm vor 60 Jahren seinen Betrieb auf
„Engel der Kranken“

Als sich noch manches Ochsengespann bei voller Ladung den Stadtberg hinauf plagte, rauschte Max Hammer mit seinem schwarzen Benz 180 vorbei. Vor genau 60 Jahren kündigte der Eschenbacher in der Eschenbacher Volkszeitung am 24. Dezember 1956 sein Mietautogeschäft an. Bilder: do (2)

"Wir zahlen die Hälfte", heißt es beim Kreisjugendring (KJR) Neustadt/WN. Gemeint ist das "Fifty-Fifty-Taxi", das Jugendliche aus dem Landkreis sicher nach Hause bringt. Dabei werden Taxi-Gutscheine an Jugendliche oder Eltern zum halben Preis abgegeben.

Die andere Hälfte bezahlen Sponsoren, wie zum Beispiel Kommunen und Geldinstitute. Sie haben das Projekt mit Blick auf die nächtlichen Unfallgefahren erst ermöglicht. Mit dabei ist auch das Taxi-Unternehmen Renner aus Eschenbach.

Spende für Kreisjugendring

Seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner des Kreisjugendringes und der Jugendlichen gleichermaßen chauffiert das Mietauto- und Taxiunternehmen Jugendliche und junge Erwachsene zu den Veranstaltungen. Der Fifty-Fifty-Tarif gilt am Freitag, Samstag, an Feiertagen und in den Ferien jeweils ab 18 Uhr. Doch nicht nur die "Nachtschwärmer-Dienste" sind ein Markenzeichen von Taxi Renner. Die alljährliche Spende zur Adventszeit anstelle von Geschenken gehört zur Firmenphilosophie, junge Leute vor den Gefahren der Straße zu schützen. Damit verbunden war wieder eine Spende für eine gute Sache, so Christine Renner. An den Kreisjugendring spendet die Firma 500 Euro.

Begonnen hat der Eschenbacher Mietauto- und Taxi-Service vor genau 60 Jahren. Am Heiligen Abend des Jahres 1956 stand eine Anzeige von Max Hammer, Vater der heutigen Chefin Christine Renner, in der Eschenbacher Volkszeitung. "Gebe der verehrten Einwohnerschaft von Eschenbach und Umgebung bekannt, daß ich mit einem 6 Sitzer Mercedes 180 ein Mietauto-Geschäft für Tag- und Nachtfahrten eröffnet habe", erfuhren die Leser. Seit dieser Zeit entwickelte sich Max Hammer zum "Nonplusultra" aller Taxi-Unternehmer. Mit seinem "schwarzen Benz" chauffierte der "Taxi-Maxi", wie in viele Eschenbacher nannten, Kunden durch ganz Deutschland.

Drei Millionen Kilometer

Ganz besonders bewährte sich Max Hammer als einfühlsamer Kümmerer für Behinderte und Kranke. Auch als "Beichtvater" wurde er besonders bei Langstreckenfahrten eine tröstende Vertrauensperson. Nach 50 Jahren unfallfreiem Fahren trat Max Hammer 2004 nach mehr als drei Millionen Fahr-Kilometern seinen Rückzug aus dem Mietauto- und Taxi-Geschäft an. Max Hammer verstarb im Januar 2016.

Tochter Christine Renner kümmert sich seit 2004 um das Unternehmen, das sich auf der Basis des Erfahrungsschatzes von "Papa Max" und der Fortentwicklung der Patienten-Beförderung auf fünf Taxi-Fahrzeuge erweitert hat. Viel Zuspruch erfährt der Taxi-Dienst auch bei Flughafen-Transporten, als Fahrservice bei zahlreichen Veranstaltungen und bei den Nachtschwärmern am Wochenende. Für "Taxi-Renner" war es deshalb selbstverständlich, zu den Geburtshelfern des Projekts "Fifty-Fifty-Taxi" zu gehören.
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