Techno aus Eschenbach
So klingt die Kleinstadt

Andreas Wolter in seinem Studio. Statt als Musiker tritt er nun als Party-Veranstalter in Erscheinung. Am 8. Juli feiert sein "Kleinstadtsound" am SC-Sportheim Eschenbach Premiere. Bilder: hfz (2)

Wie klingt Eschenbach? Für Andreas Wolter basslastig und sehr gut tanzbar. Der 49-Jährige ist dabei, ein Techno-Festival in seiner Heimatstadt zu organisieren. Am 8. Juli wird der "Kleinstadtsound" auf dem Gelände des SC Premiere feiern.

Andreas Wolter ist dabei, sich einen Traum zu erfüllen - und Eschenbach um eine Attraktion reicher zu machen. Der 49-Jährige organisiert ein Festival für elektronische Musik. Vergangenen Juni erzählte er im "Neuen Tag" über seine Begeisterung für Techno und seinen Wunsch einmal in seiner Heimatstadt eine Party zu organisieren. Damals hatte er noch darüber nachgedacht, sich das Ganze selbst zum 50. Geburtstag im Dezember 2017 zu schenken. Jetzt ist es etwa ein halbes Jahr früher so weit.

Am 8. Juli ist es am SC Gelände soweit: Vor dem SC-Heim und in der Halle ist dann "Kleinstadtsound" zu hören. Unter diesem Titel bewirbt Wolter seine Party, zu der er drei DJs verpflichtet hat: Star des Abends ist Alex Greed, dazu kommen die DJs 9k und Tante Emma aus Weiden. Los geht das Open Air um 22 Uhr. Auch die Sporthalle steht dann zur Verfügung. Zehn Euro kostet der Eintritt.

"Ich wollte in Eschenbach einfach einmal etwas anderes auf die Beine stellen", begründet Wolter seine Initiative. Er sei selbst am meisten gespannt, wie gut seine Pläne ankommen. Davon hänge dann auch sein Engagement in der Zukunft ab. "Ich will natürlich nicht drauf zahlen", erklärt Wolter. Ums Geld verdienen gehe es ihm aber auch nicht: "Wenn sich das Projekt selbst trägt, könnte ich mir gut eine Fortsetzung vorstellen." Vielleicht könnte ein regelmäßiger Termin daraus werden. Bevor es soweit ist, müsse man sehen, wie Eschenbacher und Gäste den "Kleinstadtsound" annehmen. Wolter ist in der Beziehung zuversichtlich. In jüngster Zeit tue sich in der Musikszene in der Region einiges. Der Erfolg, den etwa die Villa-Varia-Gruppe in Kemnath schon seit einigen Jahren mit ihrem Kindheitstraum am Eisweiher feiert, mache ihm Mut. Wenn es in Kemnath funktioniert, wieso dann nicht auch in Eschenbach? Nur von einer Sache hat sich Wolter inzwischen verabschiedet. Seinen eigene Musik wird er beim "Kleinstadtsound" nicht spielen können. Wolter produziert seit Jahren selbst Techno in seinem Heimstudio. Allerdings zeichne sich ab, dass er als Organisator genug zu tun hat, seine Ambtionen als Musiker muss er deshalb bis auf weiteres hinten anstellen.
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