29.03.2018 - 20:00 Uhr

VHS verabschiedet Ursula Frankenberger

"Die Lotsin geht von Bord." Mit diesem Vergleich mit Reichskanzler Otto von Bismarck verabschiedet Eckard Bodner eine langjährige pädagogische Mitarbeiterin der Eschenbacher Volkshochschule (VHS).

Viele werden pädagogische Mitarbeiterin Ursula Frankeberger (Mitte, mit Blumenstrauß) an der Volkshochschule Eschenbach vermissen - dementsprechend groß ist das Abschiedskomitee. Bild: rn
von Walther HermannProfil

Eckard Bodner verabschiedete Fachbereichsleiterin Ursula Frankenberger aus dem Kreis der pädagogischen Mitarbeiterinnen der Volkshochschule. Mitarbeiterinnen und Angehörige von Vorstand und Verwaltung der VHS bereiteten der "intellektuellen Vordenkerin und guten Seele der VHS" einen würdevollen Abschied. Bodners Rückblick auf ihre VHS-Vita glich einer Laudatio und war zugleich ein Zeugnis ihres Stellenwerts.

"Frankenberger gab es im Doppelpack", verkündete der zweite Vorsitzende der VHS. Im Ehepaar Frankenberger sah er gemeinsame Garanten für die soziale und gesellschaftspolitische Ausrichtung der Einrichtung. Er bescheinigte den beiden eine stete Augenhöhe mit dem Tagesgeschehen zu Flüchtlingen, Frauenrechten und zur Dritten Welt.

Viele Aufgaben

Bodner blickte auf das Jahr 1987 zurück, als Ursula Frankenberger ihre mehr als 30-jährige Tätigkeit als Sprachkursleiterin für Englisch und Deutsche als Fremdsprache begonnen hatte. Von 1997 bis 2004 kamen noch Deutschkurse für Aussiedler hinzu. Als Kontrastprogramm dazu erwähnte er die ab 1990 für mehrere Jahre übernommene Leitung des Eltern-Kind-Kreises "Rappelkiste". 2003 wurde die ehemalige Gymnasiallehrerin mit einem erweiterten Aufgabenbereich betraut. Am 1. April übernahm sie als pädagogische Mitarbeiterin die Verantwortung für Sprachen, Gesellschaft und Reisen.

Als 2007 die Offene Ganztagsschule am Gymnasium initiiert wurde, brachte sie sich an der höheren Bildungseinrichtung zehn Jahre als engagierte Mitarbeiterin ein. Zur Erfolgsbilanz Frankenbergers zählte Bodner die 2009 begonnenen jährlichen Fahrten zur Buchmesse Leipzig, die 2015 ins Leben gerufenen BAMF-Integrationskurse und die von 1994 bis 2001 mit Ehemann Thomas organisierten Fahrradtouren in Elsass, Holland, Südtirol, Brandenburg, Burgund, in der Wachau und der Oberlausitz und am Neusiedler See. Der Sprecher bescheinigte ihr eine ausgeprägte Reiselust und begründete diese mit VHS-Kulturreisen unter anderem nach Berlin, Hamburg, Dresden, Erfurt und Coburg, die sie gemeinsam mit Pfarrer Uli Cronenberg organisierte. Bodner erinnerte auch an Opern-, Konzert-, Theater- und Ausstellungsfahrten. Frankenberger habe außerdem mehrere Jubiläen mitgestaltet. Die Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis Pressath war gut.

Zukunft sichern

Bodners Resümees: "Ursula und Thomas Frankenberger sind ein Glücksfall für die VHS im westlichen Landkreis, sie sind Kämpfer und Garanten für deren Bestand und einer hoffentlich erfolgreichen Zukunft." Er entließ sie mit einem Buchpräsent. VHS-Geschäftsführerin Angelika Denk dankte ihr in der "Programmschmiede" mit einem Gutschein und stellte Magister Tatjana Hoff, bisherige Bereichsleitung für die Offene Ganztagsschule am Gymnasium, als Nachfolgerin vor.

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