27.12.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Weihnachtsgottesdienste mit vielen Botschaften: Jesus im Mittelpunkt

"Stellen wir Jesus in den Mittelpunkt unseres Lebens." Weihnachten im wahren Geist des Evangeliums zu leben, war das große Anliegen von Stadtpfarrer und Dekan Thomas Jeschner in den Weihnachtsbotschaften der drei Festtage.

Schon einige Stunden vor dem Eintreffen des Christkindes feierten die Ministranten mit einem Krippenspiel die Ankunft des Jesuskindes. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Darin sah der Ortspfarrer einen wesentlichen Beitrag zum solidarischen Miteinander. Weihnachten führe uns in die Mitte des christlichen Glaubens, betonte der Dekan schon in der Christmette. Mit Blick auf das von den Ministranten schon am Spätnachmittag des Heiligen Abends inszenierte Krippenspiel empfahl der Seelsorger den Gläubigen, ihre Probleme und Nöte zum Kind in der Krippe zu bringen. Durch die Menschwerdung Gottes in Jesus und durch das Wort in Gottes Sohn ermuntere diese Beziehung zum geschwisterlichen Umgang aller Christen.

Der Stadtpfarrer regte ferner dazu an, das Vaterunser als Leitfaden im Alltag einer säkularisierten Gesellschaft nicht zu verlernen. Das Vaterunser brauche auch keine Übersetzung. Es brauche gläubige Menschen. Auch am 1. Weihnachtsfeiertag unterstrich der Ortspfarrer die Notwendigkeit, zu Weihnachten die Kunst der Liebe und des richtigen Lebens zu lernen. Denn wer sein eigenes Leben als wunderbares Geschenk der Liebe Gottes begreife, der schaue den Mitmenschen mit anderen Augen an.

Begleitet waren die Feiertage von einer großen Vielfalt weihnachtlicher Kirchenmusik. Besonders der Festgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag wurde zum Ohrenschmaus für alle Anhänger gediegener Kirchenmusik. Auszüge aus der Pastoralmesse in G von Anton Diaballi mit dem Chor der Pfarrei, Organist Walter Thurn, den Soloparts von Anna Ott und Teresa Trummer unter der Gesamtleitung von Joachim Steppert veranlassten die Kirchenbesucher zu herzlichem Befall. Am 2. Weihnachtsfeiertag freuten sich die vielen Gläubigen dann auf die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes durch die Liedertafel.

Innig lauschend, beeindruckte ein Weihnachtssingen mit großer Ausdruckskraft. Der Chor erzählte mit den Liedbeiträgen "Aus einer schönen Rose vom hohen Davidsstern", "Haben Engel wir vernommen" oder "Still, still, still - weil 's Kindlein schlafen will" vom Wunder der Nacht der Nächte und erinnerte musikalisch an die Frohbotschaft der Liebe und des Friedens, der Stille und des großen Jubilierens nach der Geburt des Jesuskindes. In ausdrucksvoller Schlichtheit begab sich die Liedertafel auf alpenländische, französische und fränkische Spuren weihnachtlichen Liedgutes. Ein anregendes Klangerlebnis, das von den Kirchenbesuchern ebenfalls mit viel Beifall bedacht wurde.

Tradition hat auch der folgende Gottesdienst im BRK-Seniorenzentrum. Im Versammlungsraum erinnerte Pfarrer Thomas Jeschner vor den Senioren an die Leidensgeschichte des heiligen Stephanus als ersten Märtyrer der Kirche und an dessen Überzeugung, in der Kraft des Glaubens durch eine offene Himmelstür zu blicken. Im Sinne dieser Kommunikation zwischen Mensch und Gott würdigte der Pfarrer das Leiden, Beten, Hoffen und Danken der Senioren als Teil der Beziehung zu Gott. Der Pfarrer lobte zudem die liebevolle Pflege der Heimbewohner: "Danken wir im Gebet für die gute Betreuung im Seniorenheim." Auch den Gottesdienst im Seniorenzentrum gestaltete die Liedertafel mit vielen erwärmenden weihnachtlichen Weisen.

 

 

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