Weißgold für Sammler

Dieter Kies vom Stadtverband, Kreisvorsitzender Manfred Zettl (von links), Bürgermeister Peter Lehr und Ortsvorsitzender Johannes Schreglmann (Erster und Dritter von rechts) gratulierten (von links) Karl Völkl, Kurt Seidler, Walther Hermann und Willi Dietrich zu ihren Auszeichnungen. Bild: rn

Die Einführung eines sozialen Jahres für alle und den Einsatz der Bundeswehr auch im Inland fordert Kreisvorsitzender Manfred Zettl in der Jahreshauptversammlung der Reservistenkameradschaft (RK). Zum Jahresrückblick gehören Erfolgsmeldungen und Ehrungen.

Eine große Vielfalt prägte das Vereinsleben. Johannes Schreglmanns Jahresbericht enthielt 35 Positionen. Als Höhepunkt nannte der Vorsitzende die viertägige Fahrt nach Verdun mit Besichtigung ehemaliger Forts und Schlüsselstellungen. Als Pflichtbesuche wertete er den Gang durch die Friedhöfe Azannes II und Romagna-Sous-les Cotes mit den Grabstätten von Soldaten aus Oberbibrach und Speinshart.

Weiter erinnerte er an Monatsversammlungen mit wechselnden Themen, eine Informationsveranstaltung des Vereins "Hoffnung für Kinder und Witwen" über dessen Initiativen und Leistungen in Südindien, Teilnahme an militärischen Ausbildungs- und Schießveranstaltungen, an Seminaren des Kreisverbandes, an Bürgerfest und Backofenfest, an die Stadtmeisterschaften im Kegeln und über die Mitgestaltung des Volkstrauertages. Beim Jahresempfang des Bezirksverbands Oberpfalz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Kloster Speinshart sei der RK als Dank für die erfolgreiche Sammeltätigkeit das Gedenkbuch "Kriegsgräber in Europa" überreicht worden.

Walther Hermann sprach von 3234 Euro als Sammelergebnis 2017. In einem Rückblick auf den Beginn der Sammlungen für den VdK nannte er als Gesamtergebnis von 50 500 Mark und 36 510 Euro. Seit zwei Jahrzehnten unternimmt die Wandergruppe jährliche Ausflüge überwiegend in die Dolomiten. Hermann blickte zurück auf Touren zu Ortler, Peitlerkofel, Latemar, Rosengarten oder Col di Lana und ließ "Drei-Zinnen 2017" lebendig werden.

Für 40-jährige Mitgliedschaft im Verband ehrten Kreis- und Ortsvorsitzender Willi Dietrich und Rudolf Dunzer mit Urkunden und Ehrennadeln. Auf 55 Jahre blickt Gründungsmitglied Herbert Müller zurück. Mit Zettl nahm Schreglmann weitere Ehrungen vor. Im Namen des Landesverbandes Bayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge verliehen sie an Karl Völkl, Kurt Seidler und Walther Hermann für mindestens 30-jährige Sammeltätigkeit die Verdienstspange in Weißgold.

Für vielseitigen Einsatz und Traditionspflege dankte Bürgermeister Peter Lehr. Er griff verschiedene Anlässe aus dem Jahresgeschehen auf und resümierte: "Nicht erinnern, bedeutet vergessen." Die Tätigkeiten des VdK brachte er in Verbindung mit einem nationalen Stellenwert. "Für Pflege und Erhalt unserer Soldatengräber müsste unser Land mehr tun", lautete seine Forderung. Kritik übte er auch daran, dass die Leistungen der Soldaten der Bundeswehr im Einsatz nicht angemessen gewürdigt werden. Die Aussetzung der Wehrpflicht beurteilte er als "negativ für unser Land".

"Reservistenarbeit bedeutet Arbeit für Frieden, Kameradschaft und Tradition sowie soziales Engagement." So gesehen sei die RK ein tragender Teil der Sicherheitspolitik, meinte Dieter Kies. Der Vorsitzende des Stadtverbandes übergab, wie vor ihm Lehr, eine Spende. Manfred Zettl sah in der RK eine gesellige Kameradschaft, auf die der Bürgermeister stolz sein könne. Er würdigte die Arbeit der Soldaten- und Reservistenkameradschaften und erinnerte daran, dass "Reservisten mit den aktiven Kameraden weltweit im Einsatz sind".
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