Zauberhaftes Geschehen in stimmungsvollem Ambiente beim zwölften Eschenbacher Christkindlmarkt
Feuerschau ein Erlebnis

Adventliche Reitrunden: Die Ponys der Familie Fröch trugen geduldig ein Kind nach dem anderen auf ihrem Rücken.
 
Feuerschwaden und Funkensturm: Der Auftritt von Mitgliedern des Mittelaltervereins "Ultima Lux" aus Vilseck faszinierte alle Zuschauer und war der absolute Höhepunkt des vom Gewerbeverein organisierten Christkindlmarktes auf dem Marienplatz. Bilder: rn (3)

Tausende kleiner und großer Lichter und zum Schluss ein grandioser Feuerzauber begleiteten den Eschen- bacher Christkindlmarkt am dritten Adventssonntag. Der Gewerbeverein hatte zum zwölften Mal zu dem zauberhaften Geschehen geladen. Unentwegt strömten am Nachmittag froh gelaunte Scharen auf den Marienplatz.

Wandten sich am Vormittag bei den Aufbauarbeiten noch sorgenvolle Blicke gen Himmel, besserte sich am frühen Nachmittag die Stimmung bei Fieranten und Besuchern zunehmend: Denn weiterer Regen blieb aus.

Der mächtige, beleuchtete Christbaum vor dem Rathaus zeigte den Besuchern den Weg. Im unteren Teil des Marienplatzes zog eine Krippe mit lebensgroßen Figuren nicht nur die Blicke der "Eingeborenen" auf sich. Auch für die amerikanischen Familien war der Stall ein Blickfang. Von der Rathaustreppe aus erklangen internationale Weihnachtslieder. Nach den Willkommensworten (wir berichteten) fuhr das Christkind mit fünf Engelchen vor und sprach den Eröffnungsprolog.

Beim Schlendern durch die Budenreihen trafen die Besucher auf ein reichhaltiges Angebot an Kunsthandwerk: Ton- und zierliche Dekorationen für Haus und Garten, filigraner Schmuck, Holzschnitzereien, Krippen und ein reichhaltiges Angebot an Geschenkartikeln - auch für Pferdefreunde - sowie Stick- und Strickwaren. Ein Gang zu den Ständen mit Gaumengenüssen lohnte sich ebenfalls. Anregende Duftschwaden kündeten von Apfelstrudel und Apfelkücheln, Bratwürsten, Chili und Crèpes, Flammkuchen, Maiskolben in Butter und Mozzarella, Pizzen, Schnitzelburgern und Wildgulasch. An Süßigkeiten lockten Zuckerwatte, Maronen, Krachmandeln, Fruchtmarmeladen und Backwaren. Nicht fehlen durften für die Kehle und zum Aufwärmen Glühwein, Feuerzangenbowle, "Hot Toddy", Amaretto und Sechsämter-Waldbeere mit Sahne sowie das Original-Zoigl "ESBier".

Mit Christkind in Kutsche

Zu Attraktionen für die kleinsten Marktbesucher entwickelten sich ein Kinderkarussell, die Ponys der Familie Fröch und die Pferdekutsche von Werner Schreml. Wer Glück hatte, konnte darin sogar mit dem Christkind eine Runde drehen. Im Foyer der Sparkasse las das ehemalige "Eschenbacher Christkind" Gabriela Molz eine spannende Weihnachtsgeschichte vor.

Prägend für den Christkindlmarkt war das Musikprogramm. In stetem Wechsel traten auf: das Nachwuchsorchester der Musikschule, die Middleschool-Band der US-Schule am Netzaberg, der Kinderchor der ersten bis dritten Klasse der Musikschule mit Solisten - sein großes Repertoire wurde mit viel Beifall bedacht - sowie ein Bläsersextett. Während des nahezu halbstündigen Auftritts von Sankt Nikolaus, der mit zwei Knecht Ruprechten gekommen war, ließ es weihnachtliche Weisen erklingen.

Besonderer Höhepunkt

Als es bereits dunkel war, erstrahlte der Marienplatz zur Freude der Besucherscharen in weihnachtlichem Lichterglanz. Auf dem Areal verteilte Feuerkörbe verbreiteten eine wohlige Atmosphäre. Das stimmungsvolle Ambiente erfasste jeden. Besonderer Höhepunkt und krönender Abschluss des Christkindlmarktes war der Auftritt der Vilsecker Gruppe "Ultima Lux". Ihre Feuerschau wurde für Groß und Klein zum Erlebnis.

Mitreißende Gesänge - wie "Könnt ihr die Wärme spüren, könnt ihr die Sehnsucht spüren, könnt ihr die Freiheit spüren - wir wollen ein großes Leben im Lichterschein der Macht" - begleiteten Feuerschlucker, rotierende Flammenkreise, Feuerschwaden über den Köpfen und Funkensturm. "Zu Hause nicht nachmachen; Feuer tut weh und ist gefährlich", lautete dabei der dringende Appell des Mittelaltervereins an die Zuschauer.
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