ZDF dreht bei Rogers-Curamik wegen ausländischer Arbeitskräfte
Offene Unternehmenskultur

Im Interview mit ZDF-Redakteur Alexander Poel (Zweiter von links) schwärmte der tschechische Mitarbeiter Miroslav Hejda (links) von den guten Arbeitsbedingungen bei der Firma Rogers Germany. Bild: do

Rogers-Curamik in Eschenbach ist ein attraktiver Arbeitgeber für ausländische Beschäftigte. Für diese Unternehmenskultur interessierte sich nun das ZDF. Im "Länderspiegel" berichtet der Sender am Samstag über die erfolgreiche Beschäftigungsstrategie.

Tschechen, Polen, Rumänen, Russen, Türken oder Syrer: Aus insgesamt 25 Nationalitäten besteht das Multi-Kulti-Team der Firma Rogers Germany in Eschenbach. Die Firma ist Teil der US-amerikanischen Rogers Corporation. In Eschenbach stellen die rund 700 Mitarbeiter Leiterplatten-Materialien für die sogenannte Leistungselektronik her. So finden sich zum Beispiel in vielen Kraftfahrzeugen Bauteile von Rogers.

Das Weltunternehmen lockt mit innovativen Arbeitsplätzen und berichtet von guten Erfahrungen mit ausländischen Arbeitskräften. Besonders die Anwerbung von Arbeitskräften aus dem grenznahen Raum Tschechiens liegt der Firma am Herzen. "Unser Fachkräftebedarf erfordert flexibles Handeln", stellt Anette Enders fest. Sie ist die Personalchefin des Unternehmens. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten im Eschenbacher Werk hat einen Migrationshintergrund.

Auf diese offene Firmenkultur, wie sie Enders bezeichnet, wurde nun auch das ZDF aufmerksam. Auf Empfehlung der Bundesanstalt für Arbeit und der Jobagentur Weiden informierte sich das Landesstudio Bayern des ZDF für die Beschäftigungsstruktur.

Am Beispiel einiger in Grenznähe wohnenden Tschechen will Redakteur Alexander Poel in seiner Sendung "Länderspiegel" über die Erfahrungen von Rogers mit ausländischen Arbeitskräften berichten. Im Interview berichtete die Personalchefin von einer "Wohlfühlfamilie", die keine Vorurteile zulasse. "Bei uns wird Integration gefördert", betonte das Mitglied der Geschäftsführung. Rogers lege zudem besonderen Wert auf Sprachschulungen und Weiterbildung.

Auf einen weiteren Aspekt legte die Personalchefin im Gespräch mit dem Moderator besonderen Wert. Eine faire Bezahlung, die Chance der Fortbildung und des Aufstiegs seien Anreize, für die zum Beispiel Mitarbeiter aus Tschechien täglich weite Strecken zurücklegen. Dazu organisiere die Personalabteilung auch eine Abstimmung der Arbeitszeiten und das Koordinieren von Gemeinschaftsfahrten.

Diese Aussagen bestätigten zwei tschechische Mitarbeiter im Interview mit dem ZDF-Team. Miroslav Hejda aus Eger gehört seit zwei Jahren zur Rogers-Mannschaft. In Tschechien gebe es zwar auch genug Arbeit, da er allerdings mehr Geld bei Rogers verdiene, brauche er nicht lange zu überlegen. Der gelernte Schlosser und Schmied lobte zudem das Betriebsklima und die Unterstützung mit Schulungen und Sprachkursen. Guter Lohn, faire Arbeitsbedingungen und viel Urlaub: Auch der 22-jährige Petr Válek zeigte sich mit seinem Job als Bediener der Roboter sehr zufrieden. "Ich kam zum Studieren nach Deutschland und landete bei der Firma Rogers", erklärte er.

Den Beitrag sendet das ZDF am Samstag, 16. September, um 17.05 Uhr im "Länderspiegel".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.