05.03.2018 - 20:00 Uhr

Dörfer für Azubis Schug regt neue Konzepte bei der Nachwuchssuche an

Gastronomen, Baubetriebe, die Industrie, Handwerk, Krankenhäuser und Pflegeheime - viele Arbeitgeber suchend Nachwuchs. Und trotzdem gibt es Jugendliche, die einfach keinen Ausbildungsplatz finden. Weshalb? Eschenbachs CSU, JU und FU suchen Antworten.

"Projekt Zukunft" heißt die Initiative von CSU, JU und FU zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen. Ein erster Ansprechpartner war Unternehmer Hubert Schug und sein Geschäftsführer Hans-Jürgen Kurz. Bild: do
von Robert DotzauerProfil

Zum Auftakt der Atkion "Projekts Zukunft" besuchte die CSU/JU/FU-Mannschaft die Medical-Gruppe Schug im Eschenbacher Industriegebiet. Im Gespräch mit Hubert Schug und Geschäftsführer Hans-Jürgen Kurz kristallisierte sich schon eine Vorreiterrolle des Unternehmens für eine zukunftsweisende Ausbildungsstrategie heraus. Hubert Schug berichtete von derzeit 50 Auszubildenden in den Betriebsbereichen Medical, Sanitätshäuser und Apotheken. Und: "Es bestehe Luft für 25 weitere Auszubildende", bemerkte der Firmenchef. Er empfahl anderen Betrieben, bei der Suche nach Auszubildenden auch über neue Wege nachzudenken.

Als denkbares Konzept schlug Schug die Gründung von Ausbildungsdörfern- und Zentren vor. Sein Appell: "Studieren bis zum Sankt-Nimmerleinstag bringt niemand weiter." Die bessere Alternative sei das duale Studium, betonte der Firmenchef. In der Schug-Gruppe werde diese Strategie schon lange praktiziert. Als hilfreich für das Firmen-Konsortium nannte er zum Beispiel duale Studiengänge im Gesundheits-, Handels- und Dienstleistungsmanagement. In der Kombination aus Studium und Praxisphasen ergebe sich für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein Höchstmaß an flexiblen Einsatzmöglichkeiten.

Geschäftsführer Hans-Jürgen Kurz verwies ergänzend hierzu auf die Ausbildungsangebote in der Lagerlogistik, im kaufmännischen Bereich des Gesundheitswesens und auf freie Ausbildungsplätze für den Beruf der pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und der pharmazeutisch-technischen Assistentinnen. In diesen Bereichen bietet die Schug-Gruppe noch freie Stellen.

Zum Kennenlernen lud Kurz Interessenten zu Firmenbesuchen und Workshops ein. Angesprochen auf die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten in der Firmengruppe in Eschenbach zeigten sich Hubert Schug und sein Geschäftsführer optimistisch. "Die Innovation wird sich fortsetzen", versicherte Kurz. Um kritische Massen zu überspringen, werde man sich auch im Interesse des Eschenbacher Standortes überregional engagieren.

"Projekt Zukunft"

Mit dem "Projekt Zukunft" verfolgt die CSU das Ziel, Jugendliche in Eschenbach zu halten, Stadt und Region attraktiver machen. Der Leitgedanke von CSU, FU und JU lautet: "Arbeit-Wohnen-Familie". Die Schulabgänger an die Heimat binden, gehöre zu den Politikaufgaben, betonte JU-Vorsitzende Johanna Diertl. Erste Schritte sind für Sabine Schultes, Marcus Gradl, Johanna und Monika Diertl gute Kontakte zu den Firmen. Die Beziehungen zu nutzen, um Berufsanfänger bei der Suche nach Ausbildungsstellen zu unterstützen. "Bei Firmenbesuchen klären wir, welche Ausbildungsmöglichkeiten bestehen", erläuterte Diertl.

Zudem wolle man sich über das Angebot an Praktikumsplätzen, an Ferienarbeit erkundigen, ergänzte Marcus Gradl, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion. Nächster Schritt sei die Veröffentlichung der Jobangebote in sozialen Netzwerken, in Schulen und der Eschenbach-App. Gradl verwies auf bestehenden Informationsangebote auf der "Eschenbacher Facebook-Seite". Beim "Projekt Zukunft" handele es sich um einen weiteren kostenlosen "Werbekanal".

Die Angebotsfülle werde im Netz unter "Projekt Zukunft" Platz finden, versicherte JU-Vorsitzende Johanna Diertl. Laufende Aktualisierung sei selbstverständlich. Starten soll die Aktion nach weiteren Firmenbesuchen Mitte April 2018. Die JU bittet um ergänzende Informationen unter ju_esb[at]web[dot]de (do)

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