22.08.2017 - 12:48 Uhr
EslarnOberpfalz

Feuerwehr Eslarn wirbt für ihr Jubiläumfest Aufsitzen beim Feldtag

Die Feuerwehr ackert für ihr 150-jähriges Bestehen: Erstmals veranstaltet sie im Gewerbegebiet "Zankeltrad" einen historischen Feldtag. Dabei machen die Floriansjünger auch Werbung für ihr großes Fest im nächsten Jahr.

Alt und jung vereint: Den betagten Allgaier nahm Konstantin mit seinen 8 Monaten in Beschlag. Bilder: gz (2)
von Karl ZieglerProfil

Die Helfer ließen am Sonntag keine Wünsche offen und versorgten die vielen Gäste. Über einen Teilerlös dürfen sich die Festdamen freuen. Schließlich brauchen sie für die Feier zum 150-jährigen Bestehen vom 6. bis 8. Juli 2018 ein einheitliches Outfit.

Der von der Feuerwehr um Vorsitzenden Jürgen Bösl und Stellvertreter Stefan Schönberger veranstaltete Feldtag bot einen Streifzug von der Nostalgie bis zur Neuzeit. Bereits vormittags verwöhnten die Brandschützer die Besucher bei einem zünftigen Frühschoppen mit Weißwürsten und zur Mittagszeit mit Braten mit Knödel. Auch am Nachmittag hatte die Wehr alle Hände voll zu tun.

Kräftige Unterstützung leisteten dabei die feschen Festdamen, die sich auch um das Schminken der Kinder kümmerten. Die Ausstellung bot den Gästen eine Zeitreise in die Traktorenwelt und zeigte zudem Neuheiten in der Landwirtschaft. Einige der stolzen Besitzer der betagten Zugmaschinen waren bereits vormittags mit ihren herausgeputzten Blechkarossen zum Gewerbegebiet angereist.

Vor allem den jüngeren Besuchern hatten es die kleinen Balkenrasenmäher und Aufsitzmäher angetan. Nicht weniger interessant trotz des gewaltigen Kontrastprogramms fanden die Erwachsenen die große Anzahl an neuwertigen land- und forstwirtschaftlichen Anhängern und Aufbaugeräten.

Ins Geschehen mischte sich zudem eine große mobile Schrotmühle, mit der Getreide angesaugt und geschrotet werden kann. Der Standmotor aus dem Jahr 1944 mit 16 PS von Josef Forster aus Stegen bei Dieterskirchen wurde vor über 70 Jahren zum Antrieb von Dreschmaschinen und Mühlen benutzt. Den schweren Motor transportierte ein MB-Trac mit 100 PS, der sich in die Reihen mit Schlegelmulcher, Combiliner, Häcksel- und Holztransporter mischte.

Als älteste Raritäten bereicherten den Feldtag ein Bulldog der Marke Lanz mit Baujahr 1940 und 55 PS von Bernhard Kaiser aus Eslarn, ein Ursus mit 45 PS mit Baujahr 1947 von Hans Völkl aus Saubersrieth und ein Allgaier mit Verdampfer-Kühlung aus dem Jahre 1950 von Luk Voit. Einige der fahrbaren Glanzstücke hatten einen Glühkopf mit Lenkradstarter. Ansonsten waren alle früheren Marken wie ein Eicher mit 19 PS aus dem Jahr 1951, Hanomag von 1956, Fendt Dieselrösser, Holder, Fahr und Porsche vertreten.

Den bequemen Sitz eines betagten Allgaiers nahm Konstantin mit seinen 8 Monaten in Beschlag. Für den kleinen Traktorfahrer war das Erreichen des Lenkrades wichtig, damit er hin und her steuern konnte. "Hauptsache es rührt sich was", wusste Vater Alex Kühner. Die Besucher sahen sich am Betriebsgelände der Landmaschinenfirma Distner beim Anblick der großen Traktoren, Anhänger und Anbaugeräte zum einen um einige Jahrzehnte zurückversetzt und andererseits mit der Neuzeit konfrontiert. Der perfekt inszenierte Feldtag war eine gute Gelegenheit, einmal so richtig auszuspannen und viele Eindrücke aus der früheren und gegenwärtigen Landwirtschaft zu sammeln.

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