17.10.2017 - 16:02 Uhr
EslarnOberpfalz

Liedermacher Hubert Treml in Eslarn Feuerwerk an Mundakrobatik

Hubert Treml erheitert seine Zuhörer mit direkten Worten und Oberpfälzer Liedern. Sein erstmaliges Gastspiel in Eslarn ist ein voller Erfolg.

Vollblutentertainer Hubert Treml begeistert auch das Eslarner Publikum mit humorvollen Liedern. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Auf Einladung des Katholischen Frauenbunds war der König der Oberpfälzer Liedermacher- und Kabarettszene aus Regensburg ins Pfarrheim St. Marien gekommen. Seine Liebe zur Musik bewies der Bühnenmensch den rund 70 Zuhörern mit amüsanten Liedern im Oberpfälzer Dialekt, egal ob gesungen oder mit seiner Gitarre und Mundharmonika gespielt.

"Ab und zu schreibe ich auch ein Büchlein", stellte sich der Vollblutentertainer dem Publikum vor. Veröffentlichungen wie "Hawadehre" und "Du kannst mi gern hom" belegen die starke Zuneigung zu seiner Heimat. Die Lieder erinnerten an Tante-Emma-Läden, die Öffnung der Grenze zu Tschechien und an so manche klassische Liebeserklärungen wie "I mog di", "I hab di gern" oder "Du taugst ins Kraut eine".

Der Liedermacher verstand es von Beginn an, die Zuhörer aktiv in seine Vorträge mit einzubinden und brachte tolle Stimmung in den Saal. Auf die vielen Besucher prasselte mal erheiternd, mal nachdenklich oder gerührt ein wahres Feuerwerk an witziger Mundakrobatik und amüsanten Liedern nieder. Die einen erwärmten die Herzen, andere dagegen strapazierten das Zwerchfell.

Egal ob mit der Gitarre oder im Zusammenspiel mit der Mundharmonika verstand es der Ausnahmekünstler mit seinen direkten Worten authentisch und äußerst lebendig, die Besucher zu erheitern. Ein Gruß an seinen Geburtsort Weiden folgte mit dem "Unterhemd-Brando vom Hammerweg". Nicht unerwähnt blieben die Vorurteile der Landbevölkerung gegenüber einem "Stoderer". Mit dem Stück "Kirwakoucha" spielte Treml auf die "Islouer Kirwa" an. Für die bestens gelaunten Besucher war das erstmalige Gastspiel in Eslarn sehr unterhaltsam. Das hörenswerte Programm setzte sich im zweiten Teil nahtlos fort und war eine öffentliche Ehrerweisung an die Oberpfalz.

Mit "Schdodldierldoua" oder "Schdodldouadierl" (Stodl-Tor oder -Tür) belegte der Liedermacher die regionalen Unterschiede in der Aussprache. Für ein gefälliges Zwischenprogramm sorgten Anton Moll mit der Quetschn und Marianne Ruf mit Gesang. Als Entertainer mit begleitenden Rhythmen versuchte sich Pfarrer Erwin Bauer. Im Namen des Frauenbunds dankte Vorsitzende Beate Roth dem Regensburger.

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