Monsignore Dr. Roland Batz erteilt neuer Krippe den Segen - "Ein familienfreundliches Dorf"
"Kindern strömt Wärme entgegen"

Von einer baulich gelungenen Kinderkrippe sprachen (von rechts) Bürgermeister Reiner Gäbl, Kindergartenleiterin Beate Sparschuh, Monsignore Dr. Roland Batz, Architekt Josef Schönberger, Pfarrer Erwin Bauer und Kirchenpfleger Anton Hochwart. Bild: gz
Lokales
Eslarn
02.05.2013
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Diözesan-Caritasdirektor Monsignore Dr. Roland Batz erteilte am Sonntag der neuen Kinderkrippe den Segen. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe an Pfarrer Erwin Bauer besiegelte Architekt Josef Schönberger die Baumaßnahme. Die Umrahmung der Segensfeier übernahm die gemischte Schola mit Organistin Martina Brenner.

Die Kinderkrippe bietet berufstätigen jungen Müttern eine Möglichkeit für familienergänzende Kinderbetreuung. Nach einer Phase intensiver Planung und einer achtmonatigen Bauzeit ist die neue Kinderkrippe, die im Kindergarten Sankt Elisabeth integriert ist, soweit fertig, dass am 2. Mai eine Inbetriebnahme erfolgen kann.

"Noch letzte Woche haben Firmen an dieser praktischen Leerstandsoffensive gebastelt und es ist eine wunderbare Kinderkrippe entstanden." Der Geistliche nannte den Kinderhort vollauf gelungen.

Kontroverse Diskussion

Nach Feststellung von Dr. Batz sei hier trotz kontroverser Diskussionen ein Stück Heimat geschaffen worden, in der sich die Kinder heimisch fühlen können. "Hier strömt den Kindern Wärme entgegen und hier können sich die Kinder mit ihren Erzieherinnen wohlfühlen." Das Personal vollbringe eine großartige pädagogische Leistung, könne aber die Eltern nicht ersetzen, aber bestens unterstützen. Das Miteinander schaffe die Grundlage für die spätere Schulausbildung.
An die Diskussionen mit der Kirchenverwaltung, den einstimmigen Beschluss im Marktrat und die verhältnismäßig kurze Bauzeit erinnerte Bürgermeister Reiner Gäbl. "Gemeinsam haben wir eine schöne Lösung für die leerstehenden Räume gefunden und passend zum Kindergarten gerade für Kleinkinder eine ideale Krippe geschaffen." Die Existenz einer Krippe in einer Marktgemeinde sei eine gesellschaftspolitische Diskussion und gesetzliche Vorgabe.

Die Bauphasen in Gedichtform Revue passieren ließ Architekt Josef Schönberger. Mit beispielhaftem Einsatz hätten 23 Firmen überwiegend aus der Region eine hochwertige Arbeit geleistet. Die Baumaßnahme begann in den Sommerferien 2012 und der Heizungsbetrieb folgte bereits im Dezember, so dass die ersten Kinder am 2. Mai einziehen können.

Als Markenzeichen nannte Schönberger den vorgelagerten Spielgarten und die schattenspendenden Hochstammobstbäume, aber auch das besondere beruhigende Grün an den Innenwänden. Großen Wert wurde auf den Fingerschutz an den Türen gelegt. "Dieses Gesamtwerk braucht keinen Vergleich zu scheuen", fasste Schönberger zusammen.
Einen Dank für die qualifizierte Zusammenarbeit richtete der Architekt übereinstimmend mit Gemeinde und Pfarrei an die beteiligten Firmen. Symbolisch übergab Architekt Schönberger an Pfarrer Bauer den Schlüssel und als Zuschuss für die Einrichtung dem Kindergartenteam eine Geldspende. Die Gesamtkosten von 380 000 Euro reduzieren sich um die staatliche Förderung von 270 000 Euro, so dass die Gemeinde noch 75 000 Euro und die Diözese zusammen mit der Kirchenverwaltung den Rest von 35 000 zu tragen haben.

Neues Leben

"Es ist immer schön, wenn neues Leben geboren ist. Für mich und das Team ist es eine der schönsten Aufgaben, mit den Kindern zu arbeiten", betonte Kindergartenleiterin Beate Sparschuh. Die Leiterin bezeichnete die Krippe als familienfreundliches Dorf, in dem sich die Kinder außerhalb der Familie geborgen fühlen und bestens entwickeln können. "Nur gemeinsam kann man derartiges erreichen und ans Ziel gelangen" fügte Beate Sparschuh an.

Die kontrovers geführten Diskussionen begründete Kirchenpfleger Anton Hochwart mit dem Zusammentreffen der Pfarrheimsanierung. Für die jungen Familien und die Infrastruktur sei der Bau der Kinderkrippe ein gelungenes Muss.
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