Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" 325 Jahre alt - Am Freitag Patrozinium
Markantes Wahrzeichen

Lokales
Eslarn
14.08.2014
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Die Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" hat eine 325-jährige Geschichte hinter sich. Das Gotteshaus ist als markantes Wahrzeichen mit einem fast 50 Meter hohen Turm und einer dreifachen Zwiebelkuppe das Zentrum der Gemeinde.

An Mariä Himmelfahrt feiern die Gläubigen Patrozinium. Dazu werden die fahnentragenden Vereine ab 8 Uhr zum Kirchenzug an ihren Vereinslokal abgeholt und alle Teilnehmer über das Hauptportal in die Pfarrkirche geleitet. Der Festgottesdienst beginnt um 8.30 Uhr.

Die Pfarrei wurde 1326 erstmals schriftlich erwähnt. Ein aufälliges Gotteshaus wurde im Dreißigjährigen Krieg durch Brände zerstört. Von 1681 bis 1687 gab es einen Neubau, 1689 war Einweihung.

1831 und 1895 erfassten weitere Großbrände das der Gottesmutter geweihte barocke Gotteshaus und den halben Ort, so dass mit erheblichem Aufwand neue Aufbauten und Sanierungen notwendig wurden. Vor allem der zweite Großbrand ließ die Glocken schmelzen. Die niederstürzende Turmkuppel durchschlug die Decke des Presbyteriums, der Hochaltar verbrannte.

Der ursprüngliche Westturm von der alten Kirche wurde 1722 durch einen Turm nördlich des Chors ersetzt. Die Seitenkapellen erhielten Emporen eingezogen. 1757 wurde ein sehenswerter Orgelprospekt geschaffen. 1910 kamen die beiden äußeren Treppentürme hinzu. 1967 erhielt das Gotteshaus einen rot-weißen Außenanstrich.

Der Gnadenaltar in der Mitte ist ein für die Oberpfalz typischer Akanthusaltar aus dem 17. Jahrhundert. Vor dem Chorbogen hängt eine um 1700 entstandene Madonna im Rosenkranz, die 1916 erneuert wurde.

Die vier Altäre in den Seitenkapellen stellen Heilige dar, wobei die Malereien und Skulpturen teilweise aus dem 16. und 18. Jahrhundert stammen. Beeindruckend ist die Rokoko-Kanzel aus dem Jahr 1859 mit den vier Evangelisten und biblischen Szenen. 14 Zunftstangen von 1722 begrenzen seit Jahrzehnten beidseitig zum Mittelgang die Bankreihen und rückten dadurch mehr in das Blickfeld der Gläubigen.
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