08.02.2018 - 16:48 Uhr
Eslarn

Deutliche Schäden an Zifferblättern der Eslarner Kirche Uhr unter Beschuss

Die Kirchenverwaltung hat die Instandsetzung der Zifferblätter an der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt beantragt. Der schlechte Zustand der Uhr, einschließlich Einschusslöcher, sei bereits 2016 bei der jährlichen Wartung von der damit beauftragten Firma moniert worden, sagte Bürgermeister Reiner Gäbl in der Marktratssitzung. Die Kommune ist als Eigentümerin der Uhr für deren Unterhalt zuständig. Einstimmig entschied das Gremium, von einschlägigen Fachfirmen Angebote für die Renovierung oder Erneuerung einzuholen. Die Arbeiten müssen bis zum Heimatfest 2020 beendet sein.

Auf einem der vier Zifferblätter der Pfarrkirche sind deutlich Schäden durch Einschüsse zu sehen. Rundherum breiten sich die Roststellen aus. Bild: bey
von Walter BeyerleinProfil

Der Markt regelt den Unterhalt der öffentlichen Feld- und Waldwege neu. Für jedes Jahr gibt es ein Kontingent an Haushaltsmitteln für den Kauf von Material. Die Anlieger müssen ihre Wünsche zur Durchführung von Unterhaltungsmaßnahmen melden, diese werden vom Markt auf ihre Notwendigkeit geprüft und sofern dies anerkannt ist, bewilligt. Einen Ersatz für Lohn- und Materialkosten gibt es nicht.

Die Organisation der Maßnahmen erfolgt im Einvernehmen mit dem Leiter des Bauhofs. Auf diese Regelung einigte sich der Marktrat einstimmig. In der vorausgehenden Aussprache wiederholte Gäbl seine Äußerungen aus der etwas zurückliegenden Bauausschusssitzung. Demnach habe es 2017 soviel Unmut bei der Durchführung der Unterhaltungsmaßnahmen gegeben, dass er nicht mehr bereit sei, auf dieser Ebene weiter zu arbeiten.

Unter anderem hatte der Bayerische Bauernverband den Bauhofmitarbeitern vorgeworfen, nicht richtig gearbeitet zu haben. Andere Bürger beschwerten sich, wegen des neuen Straßenmaterials nicht mehr mit Kinderwagen fahren zu können. Sogar Klagen seien angedroht worden, berichtete Gäbl. SPD-Sprecher Siegfried Wild befürwortete die neue Regelung, weil die Kosten der Flurschäden an den Straßen durch große landwirtschaftliche Maschinen "keine Kommune mehr tragen könne".

Die Tourismuswerbegemeinschaft "Naturparkland", bestehend aus elf Gemeinden, will ihre Arbeit auf eine finanziell bessere Grundlage stellen, sagte Gäbl. Deshalb solle jede Kommune einen Basisbetrag von 400 Euro und pro Einwohner 2 Euro als Mitgliedsbeitrag entrichten. Damit komme auf Eslarn eine Ausgabe von rund 5800 Euro gegenüber bisher 3000 Euro zu. Der Rathauschef sah in der verbesserten Einnahmesituation auch die Chance aus der "losen Vereinigung" einen Interessenverband oder einen anderen offiziellen Zusammenschluss werden zu lassen, um dann nach Möglichkeit Zuschüsse aus unterschiedlichen Fördertöpfen zu erhalten. Nach ausführlicher Debatte, besonders über die leidliche Situation der Gastronomie vor Ort, beschloss der Marktrat bei zwei Gegenstimmen, die Beitragserhöhung zu akzeptieren. Ein Verzicht hätte bedeutet, dass Eslarn sämtliche Werbeaktionen selbst in die Hand nehmen müsste, was deutlich teurer wäre als der Mitgliedsbeitrag.

Zwei Bauanträge

Einstimmig erteilte der Marktrat in der Sitzung das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag von Manuel Wildenauer (Tekturplanung) wegen Planabweichungen sowie Josef Schieder zum Neubau einer Auto-Schlepper-Garage auf dem Grundstück Schellenbach 17 einschließlich der Befreiungen von den Abweichungen des dort geltenden Bebauungsplans "Am Schellenbach". Ebenso geschlossen billigten die Räte die Sondernutzung der Roßmühltränkstraße infolge Querung mit zwei Stromkabeln. Dafür gab es für den Antragsteller entsprechende Auflagen. (bey)

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