09.11.2017 - 17:48 Uhr
EslarnOberpfalz

Marktrat Eslarn Bauland mitten im Ort

Die große Freifläche am Tulpenweg in Eslarn soll bebaut werden. Damit wird im Innenbereich nach Aussage von Bürgermeister Reiner Gäbl ein wichtiger Beitrag geleistet, um auf die Erschließung von Grundstücken im Außenbereich verzichten zu können.

Das Grundstück am Tulpenweg soll als Bauland ausgewiesen werden. Im Marktrat legt Architekt Martin Popp verschiedene Varianten vor. Bild: bey
von Walter BeyerleinProfil

Architekt Martin Popp legte dem Marktrat drei Varianten zur Bebauung des freien Grundstücks am Tulpenweg vor. Das Areal mit seiner zentrumsnahen Lage sei mit seiner "Trichterform" etwas schwieriger zu bebauen, erklärte der Städteplaner.

Insgesamt aber seien die Grundstücke unverbaubar und würden deshalb einen einmaligen Blick über Eslarn und nach Osten bieten, betonte Popp. Er habe bei seiner Planung "keine Mängel" an den Parzellen entdeckt, die geschützt im Innenbereich liegen und durch die bestehende Bebauung und die vorhandene Eingrünung geschützt seien. Ein weiterer Vorteil sei die Möglichkeit der Erschließung aus zwei Richtungen.

Die vorgestellten Varianten zur Bebauung seien von der künftigen Straßenführung abhängig, wobei Popp einen Weg quer durch das Grundstück und eine sich daraus ergebende Grundstücksteilung (Variante B) ausschloss.

Die sogenannte Variante A sieht einen Straßenbau westlich der Freifläche vor. Hier würde keine direkte Durchfahrt für den öffentlichen Verkehr möglich sein und eine vorhandene Erschließungsfläche mitgenutzt werden können. Außerdem würde der Ausblick aus dem Grundstück besonders gut sein. Als Nachteil nannte der Architekt den längsten Erschließungsweg aller Optionen.

Die Variante C mit der Erschließungsstraße an der Ostseite der Grundstücke habe den Vorteil der kürzesten Wege. Nachteilig würde sich die Erschließung an der bestehenden Hangkante, die Notwendigkeit der Auslichtung der vorhandenen Eingrünung und die doppelte Erschließung auswirken, weil die existierende Straße auf Privatgrund liege. Um den Durchgangsverkehr bei dieser Variante auszuschließen, empfahl der Architekt eine Sperrung der Straße im Bereich des nördlichen Drittels.

Für die Bebauung der Grundstücke, die je nach Variante auch unterschiedliche Größen haben, zeigte Popp verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf. Dies würde eine Bebauung als Reihenhaussiedlung bei Variante C bedeuten, bei Variante A eine terrassierte zweigeschossige Doppelhausbebauung oder Baukörper in ein- und zweigeschossiger Bauweise auf der jeweiligen Parzelle. Auf dem südlichsten Grundstück wäre laut Popp bei allen Varianten ein "Turmbau" vorgesehen.

Gäbl hob die Wichtigkeit der Bebauung des Grundstücks im Innenbereich hervor, weil damit Leerständen entgegengewirkt und eine teure Erschließung von Parzellen außerhalb vermieden werde. Er bevorzugte die Variante mit der Straßenführung an der östlichen Seite der Grundstücke, "sofern ein Durchgangsverkehr ausgeschlossen wird".

Siegfried Wild machte auf die Probleme mit dem Winterdienst bei dieser Straßenführung aufmerksam. Letztlich einigte sich das Gremium auf die Variante C mit der östlich gelegenen Straße, hier sei jedoch eine Einbahnstraßenregelung anstelle der Zweiteilung vorzuziehen.

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