Marktrat Eslarn
Metzger ist Leerstand nicht wurst

Ins Haus am Marktplatz 7 zieht eine Metzgerei ein. Sie könnte dabei auch die freie Fläche zwischen dem Gebäude und Rathaus (rechts) für die Aufstellung von Tisch- und Sitzgarnituren nutzen. Bild: bey
Politik
Eslarn
12.01.2017
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Eslarn hat am Marktplatz bald einen Leerstand weniger. In das Haus Nummer 7 zieht eine Metzgerei ein. Laut Bürgermeister Reiner Gäbl kann die Gemeinde froh sein, dass wieder Leben in das Gebäude kommt.

Der Marktrat diskutierte das Thema in der Sitzung am Dienstagabend. Das Gebäude soll drei Markisen erhalten, damit sich die Kunden bei Sonnenschein auf der Außenbestuhlung wohlfühlen können. Der Anbau der drei Markisen bedeute eine Aufwertung dieses Bereichs, meinte Gäbl. Deshalb werde für die Nutzung des Gehwegs keine Sondernutzungsgebühren verlangt, nur die Genehmigung als solche sei zu bezahlen.

Zwei Auflagen

Zwei Auflagen macht die Kommune der Landmetzgerei Witt: Die Markisen müssen so hoch angebracht sein, dass sich kein Passant den Kopf daran anstoßen kann. Die Tische am Gehweg müssen so gestellt sein, dass der übliche Fußgängerverkehr noch passieren kann. Der Rathauschef machte aber auch ein kleines Angebot: Die freie Fläche zwischen Marktplatz 7 und dem Rathaus könnte im Sommer auch zur Aufstellung von Tischen genutzt werden.

Außerdem sucht die Kommune einen Seniorenbeauftragten. Die Stelle ist vakant, weil Anita Weichselmann ihre Mitarbeit kündigte. Ein Umstand, der akzeptiert werden müsse, bedauerte das Marktoberhaupt. Weichselmann sei für ihre freiwillige Tätigkeit aber auch höchstes Lob zu zollen. Sie sei seit 2002 ohne Marktratsbeschluss in der Funktion, jedoch immer mit vollstem Engagement dabei gewesen. Der Einsatz eines Seniorenbeauftragten ergibt sich aus Artikel 29 der Bayerischen Gemeindeordnung und dessen Auslegung sowie Anwendung. Weichselmann, seit 1990 Mitglied des Marktrats, habe nach ihrem Ausscheiden aus diesem Gremium die Aufgabe als Seniorenbeauftragte ab 2002 hervorragend erfüllt, betonte Gäbl. Gerade in Zeiten der Überalterung, der demografischen Entwicklung und dem Entstehen mehrerer altersgerechter Einrichtungen in Eslarn erwarte den Seniorenbeauftragten eine verantwortungsvolle Tätigkeit.

Deshalb lautete der eindringliche Appell des Rathauschefs: Interessenten können sich jederzeit in der Marktverwaltung melden. Sollten beim Besuch von Schulungen, Lehrgängen oder Veranstaltungen Kosten entstehen, übernimmt diese die Gemeinde. Und sollten sich gleich mehrere zur Mitarbeit bereite Eslarner melden, könne das nur im Sinne der betroffenen Bürger sein. "Dann gründen wir gleich einen Seniorenbeirat", meinte Gäbl.

Keine Einwendungen erhob das Gremium gegen die 26. Änderung des Regionalplans Region Oberpfalz Nord zum Kapitel B IV "Wirtschaft" und zur 27. Änderung des gleichen Planungswerks zur Neufassung des Kapitels B IX "Verkehr", weil in beiden Abschnitten der Markt nicht betroffen ist. So werde laut Bürgermeister der Verkehr im ÖPNV in seiner Gesamtheit bewertet, ebenso wie der Ausbau von Straßen. Nächster in Eslarn zu erwähnender Anknüpfungspunkt, und in der Verkehrsplanung enthalten, sei die Öffnung des Grenzübergangs Schwarzach bei Schönsee. Der Verzicht auf Einwendung braucht dem Regionalen Planungsverband nicht besonders mitgeteilt werden, fehlende Posteingänge werden dort als Zustimmung gewertet.

Kurze Sitzung

Wenn auch die Sitzung gerade einmal eine gute Viertelstunde dauerte, soll sich daraus keine Regelmäßigkeit entwickeln, meinte Gäbl. Für die wieder am üblichen ersten Dienstag im Monat stattfindende Februarsitzung kündigte er bereits eine erheblich längere Dauer an.
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