Neusiedlerweg in Eslarn: Lastwagen streifen immer wieder Gartenzaun
Schild verursacht Unmut

Das Halteverbot-Schild sollte helfen, dass es künftig keine weiteren Schäden durch Lastwagen gibt. Bild: gz
Politik
Eslarn
17.12.2016
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Seit 2002 beschädigen einbiegende Lastwagen immer wieder einen Gartenzaun im engen Neusiedlerweg. Um das Problem zu lösen, hat die Gemeinde in Abstimmung mit der Verkehrspolizei ein eingeschänktes Halteverbot erlassen. Diese Maßnahme sieht der Anlieger aber kritisch.

(gz) Denn ein kleiner Schaden am Halteverbotszeichen deute darauf hin, dass das Schild keine geeignete Lösung sei. Die Probleme in der Straße hätten 2002 durch die Inbetriebnahme zweier Warenannahmerampen einer Firma begonnen. Zur Anfahrt auf das Betriebsgelände biegen die Brummifahrer von der Staatsstraße in den Neusiedlerweg ein und gelangen beim rückwärtigen Rangieren zur Rampe zwangsläufig wieder auf die Straßen. Dabei kommen die Lkw dem gegenüberliegenden Zaun des Privatanliegers immer sehr nahe.

In den vergangenen Jahren kam es am Gartenzaun, an der Gartensäule und in einem Fall am Auto des Anliegers zu insgesamt 16 Schäden. Der Anwohner machte mehrmals auf die unfallträchtige Einmündung aufmerksam. Der Bauausschuss fasste nach einer ersten Besichtigung im Dezember 2015 bauliche Maßnahmen und die Möglichkeit eines Halteverbotes ins Auge.

Das Gremium entschied sich im Februar schließlich für einen Ausbau des Einmündungsbereichs und in einer erneuten Sitzung im April für ein vorübergehendes eingeschränktes Halteverbot. Dieses wurde Ende September installiert. Dabei habe die Gemeinde dem Anlieger versichert, dass dies keine endgültige Lösung darstelle.

Parken ist dem Anwohner entlang seines Grundstückes von der Einmündung der Moosbacher Straße (Staatsstraße) bis zum Birkenweg nun nicht mehr möglich. Aber auch auf der gegenüberliegenden Seite stehe sein Fahrzeug dem Zulieferverkehr im Weg. Daher hat die Firma dem Anlieger erlaubt, sein Auto auf dem Betriebsparkplatz abzustellen, wofür die Familie sehr dankbar ist.

"Wir hatten um Hilfe gebeten und hätten Maßnahmen erwartet, die weitere Unfälle und Schäden vermeiden würden", stellte der Anlieger Richtung Gemeinde fest. Egal ob ohne oder mit "Verbotsschild", die Lastwagenfahrer müssten sich weiterhin durch den engen Neusiedlerweg quälen und befürchten, dass sie mit ihren Fahrzeugen vorne oder hinten anecken.

Es ist verständlich, dass der Anlieger mit der Situation nicht zufrieden istBürgermeister Reiner Gäbl


Markt und Firma suchen nach anderer LösungAuf Nachfrage weist Bürgermeister Reiner Gäbl darauf hin, dass sich die Gemeinde schon öfter mit diesem Problem auseinandergesetzt habe. Der Markt habe sich daher auch eine Expertise eines Straßenbauingenieurs eingeholt.

Darin wird ein eingeschränktes Halteverbot als Lösung vorgeschlagen. Dieses habe man nun in Abstimmung mit der Verkehrspolizei umgesetzt.

"Es ist verständlich, dass der Anlieger mit der Situation nicht zufrieden ist", erklärt der Rathauschef. Insbesondere da dieser nun nicht an seinem Grundstück parken könne. Daher suche die Gemeinde zusammen mit der Firma auch weiterhin nach einer anderen Lösung. Eine schnelle Option wäre das Fällen einer 300 Jahre alten Eiche gewesen, aus guten Gründen habe man sich aber dagegen entschieden. (rti)
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